WM am Kreischberg

Den verpatzten Saisonstart kenne ich ja schon aus dem letzten Jahr, aber es ist eindeutig mehr als doppelt schmerzhaft, wenn es sich beim Saisonstart auch noch direkt um die Weltmeisterschaften handelt. Aber alles von vorne…

Vor zehn Tagen reisten wir mit dem Auto in die Steiermark nach Österreich. Schon die Reise war mit Überraschungen versehen, doch überraschte es nicht weiter, dass es auch in der Steiermark nicht wirklich viel Schnee hatte. Wir wohnten in Appartements direkt beim Zielgelände und hatten einen eigenen Koch dabei (MERCI viu mau TINU!). Da fiel einem, dass sich “einleben” natürlich leicht.
Am nächsten Tag stand das erste von zwei Trainings auf dem Programm. Mir gelangen zwei gute Trainings. Ich war von Beginn weg bereit, all das abzurufen, was ich mir in den letzten fünf Monaten erarbeitet hatte. Überraschenderweise war ich sogar im Stande, einen guten allerersten Trainingslauf zu zeigen. Normalerweise brauchte ich jeweils noch einen zweiten, schnelleren Besichtigungslauf um wirklich trainieren zu können. Die beiden Trainings verliefen relativ unspektakulär und vergingen wie im Fluge. Ich fühlte mich wohl auf dem Kurs und freute mich riesig auf den ersten Wettkampf in dieser Saison. Am Abend in der Videoanalyse erkannte ich jedoch, dass ich nicht allzu euphorisch sein sollte, was meine Trainings anbelangte. Durch ein neues System, bei welchem wir Athleten an beiden Beinen einen Transponder tragen, konnten die Trainer schon auf die Trainingszeiten zurückgreifen. Da stellte sich heraus, dass ich in meinen guten Trainings doch fast fünf Sekunden auf die Trainingsschnellste verlor. Ich musste also Gas geben, wenn ich die Quali schaffen wollte.

Letzten Donnerstag war es dann endlich soweit. Ich war schon zu am Morgen früh sehr nervös und freute mich wie ein kleines Kind. Im Verlaufe des Tages verflog die Nervosität immer wie mehr und ich konnte sehr gute Trainingsläufe zeigen. Dann zählte es endlich. Doch als ich im Startgate stand, war die ganze Nervosität plötzlich weg. Ich absolvierte einen Lauf, aber ich wusste schon unterwegs, dass dies, was ich da zeigte für nichts war. Ohne Fehler kam ich im Ziel an und doch leuchtete eine 07 Zeit auf, also nochmals zwei Sekunden langsamer als ich tags zuvor im Training war. Glücklicherweise war die Nervosität schlagartig zurück. Ich wusste ich musste mich für den zweiten Lauf um 200% steigern, wenn ich nicht schon in der Qualifikation scheitern wollte. 200% mehr, dass hiess ein weiteres Mal an die Grenze gehen und auf keinen Fall einen Fehler machen. Nach dem zweiten Lauf, leuchtete eine gut 1,5 Sekunden schnellere Zeit auf, welche mir im Schlussklassement der Qualifikation den zwölften Rang sicherte. Ich war zufrieden und wusste, dass ich am nächsten Tag noch mehr zeigen musste.
Das Training verlief wie gewohnt gut. Ich übte auch noch 3 mal die Perfektion meines Starts und der Startgerade. Plötzlich ging alles sehr schnell. und innert kürzester Zeit stand ich mit meinen drei Gegnerinnen im Startgate. Ich war fokussiert und hatte genau die richtige Nervosität. Ich war bereit, dies sollte mein Tag werden. Das Startkommando ertönte, die Spannung stieg nochmals an. Dann klappte das Gate auf und das Rennen war lanciert. Leider erwischte ich schon das erste Element direkt nach dem Start nicht richtig. Dies kostete mich bis in die erste Kurve gute fünf Meter auf meine drei Gegnerinnen. Einen Bruchteil von einer Sekunde sah ich alles vor einem inneren Auge, wie ich mit grossem Abstand hinten nach in die erste Kurve einbog – das Rennen schien gelaufen. Doch meine Gegner machten die Rechnung ohne mich, ich wusste wie hart ich an mir gearbeitet hatte und auch das der Start immer noch nicht zu meinen Stärken gehört. Ich erwischt eine gute erste Bank, konnte extrem viel Tempo mitnehmen und war fähig schon in der zweiten Bank ein gelungenes Überholmanöver zu zeigen. Danach war ich in der Extrem schnellen Kurvenkombination wieder an der ersten und zweiten dran. Ich war mir bewusst, dass es reichen konnte auch mindestens eine dieser beiden noch abzufangen und hatte einen genauen Plan wie. Doch da war dieser fiese Schlag ausgangs vierte Bank, mit welchem ich schon in den morgendlichen Trainingsfahrten Bekanntschaft gemacht hatte. Er brachte mich nicht zu Fall, jedoch aus dem Rhythmus. Eine kleine Berührung mit einer meiner Gegenerinnnen, welcher ich eigentlich mittlerweile gewachsen sein sollte, brachte mich danach dermassen aus dem Konzept, dass ich in der Rollersection das Gleichgewicht verlor. Räääädääääädäääädääääämmmmm!!! Und aus war der Traum, von einem guten Ergebnis an der WM in Kreischberg. Mit einem leicht blutenden Gesicht, einem neuen, schmerzenden Ellenbogen und einem kaputten Herzen, durfte ich danach direkt in die Dopingkontrolle. Dies war so absolut nicht jene Premiere, welche ich mir erhofft hatte. Aber ändern konnte ich es auch nicht mehr…

Nun eine Woche danach, bin ich immer noch traurig, dass ich nicht das zeigen konnte, was ich eigentlich könnte. Aber ich erlebte durchaus auch positive Momente in Kreischberg und freue mich nun auf die endlich ins Rollen kommende Saison.
Diese Wochenende werden wir in Sedrun unsere Schweizermeisterschaften durchführen. Drückt mir die Daumen!

Bis bald, Sandra

Let’s get this season started…

ENDLICH! ENDLICH befindet sich die langersehnte Saison in den Startlöchern und die “Warterei” hat ein Ende. Wir befinden uns auf dem Weg an den ersten Wettkampf, welcher gleichzeitig den Saisonhöhepunkt darstellt. Am Kreischberg in Österreich, werden wir am Donnerstag und Freitag um den Weltmeistertitel fahren. IMG_4012
Vorausgehend hatten wir eine super letzte Vorbereitungswoche in Leysin verbracht. Die Schneetrainings verbrachten wir erneut auf dem Glacier3000, wo unsere Coaches den Freestylepark umfunktioniert hatten zu einer guten Startgeraden. Es war ein hartes, schwieriges aber gutes Training. Die Schwierigkeit  lag vor allem darin, mit den grossen Tempi, die wir hatten, die vier aufeinanderfolgenden Kicker immer schön zu absorbieren. Dies gelang mir eigentlich ganz gut und ich freue mich riesig, nun die Saison starten zu können und zu sehen wo ich eigentlich genau stehe… 

bis bald, Sandra

Vorweihnachtliche Stimmung im Traininigscamp in Leysin/les Diablerets

Immer noch auf der Suche nach Schnee und ohne Wettkämpfe, machten wir uns letzte Woche auf in die Westschweiz. Im Hotel in Leysin untergebracht, verbrachten wir die Tage auf 3000 Meter über Meer auf dem Glacier3000. Das Wetter war uns gut gesinnt und so konnten wir zumindest jeden Tag auf den Schnee. Zwischendurch war es aber ganz schön schwierig die lange Rollersection, welche wir zum trainieren hatten, in den Nebelschwaden, überhaupts noch auszumachen. Aber ich konnte von den schlechten Wetterbedingungen enorm profitieren und wäre nun gewappnet, damit die Saison auch endlich starten könnte…

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Neben dem Snowboarden verbrachten wir eine enorm gute Zeit mit dem Team in Leysin. Überessen, nach einem Raclette bei unserem Coach, noch auf den Schragen beim Physio zu liegen, da liegt wohl Weihnachten in der Luft. Endlich haben wir zudem eigene Velo’s bekommen, ich nehme an wir waren sehr anständig letztes Jahr :) Und wenn man dann noch so eine Abwechslungsreiche Sportwoche, kombiniert mit snowboarden, klettern, curlen und Eishockey spielen verbringen darf, dann ist es wohl Zeit mal wieder danke zu sagen.

Merci, Harald, Blake, Théo, Simon damit ihr wie verrückt für mich arbeitet. Danke meinen Trainingsgspändli, auch wenn ich während dem trainieren nicht immer einfach bin, verbringen wir meistens eine gute Zeit miteinander. Merci an Andrea für die Trainingsplanung. Danke auch meiner Familie, Freunden, und allen Bekannten, welche mich in irgendeinerweise auf meinem Weg unterstützen oder  begleiten.
Es war ein WAHNSINNS Jahr, welches ich erleben durfte, mit hohen Hochs und tiefen Tiefs, aber vor allem sehr lebenswert. DANKE, dass ihr mir das (mit-) ermöglicht!!!

Schöni Wiehnachte und ä guete Rutsch is 2015!!! IMG_3869

Bis bald, Sandra

Ein Monat Österreich, die ersten Wettkämpfe und der fehlende Schnee!

In meinem letzten Beitrag sprach ich von zwei Wochen Training im Pitztal. Aus diesen zwei Wochen wurde mehrheitlich der ganze November, mit ein paar kurzen, wetterbedingten Unterbrüchen. Im Pitztal fanden wir sehr gute Trainingsbedingungen vor. Die zweiten zwei Wochen spielte dann endlich auch das Wetter mit, und es gab einen sehr intensiven Trainingsmonat.
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Durch den fehlenden Schnee in ganz Europa, wurde mittlerweile leider unsere ganze Weltcuptour in das nächste Jahr geschoben. Im Pitztal wurde darauf hin reagiert. Die super Bergbahnen Pitztal haben, mit Hilfe unserer Coaches, sowohl die Österreichische Meisterschaft als auch einen Europacup organisiert. Zwei Rennen, welche durch sehr gute Konkurrenz, viele Heats und harte Fights gekennzeichnet waren. Am ersten Renntag konnte ich ein paar gute Sachen zeigen und mich vor allem von Lauf zu Lauf steigern. Die Startgerade, hatte es, wie schon in den Trainings, für uns Mädels, mächtig in sich. Danach war der Kurs nicht mehr all zu anspruchsvoll und trotzdem hatte es zwei drei Passagen, bei denen man sehr wohl Zeit gut machen oder eben auch verlieren konnte. 

IMG_3627Im 16tel Final erwischte ich einen mässig guten Start, schaffte es aber dennoch an erster Stelle die Startgerade zu verlassen. Das 8tel, sowie das 4tel Finale waren schon ein bisschen besser besetzt. Mir gelang beide male ein toller Start und ich konnte zwei Start-Ziel-Siege einfahren. Im Halbfinale wusste ich, was zu leisten war, um mein Ziel, den Final zu erreichen. Mir gelang ein guter Start, in einer der oben genannten Passagen büsste ich jedoch Tempo ein, wobei die Italienerin an zweiter Position liegend zu mir aufschliessen konnte. In die nächste Kurve bog ich noch leicht vor ihr ein, aber sie konnte mehr Tempo mitnehmen und Ende Kurve schaffte sie es nicht, mir meine Linie zu lassen und die Stürze waren vorprogrammiert. Ich hatte keine Chance, da ich sie von hinten nicht kommen sah. Anfangs der Rollersection lag ich dann mit all den anderen Mädels, da keine Ausweichen konnte. Ich beendete meinen Lauf als dritte, kam jedoch trotzdem in den Final, weil die zweit platzierte ein Tor nicht richtig passiert hatte. Leider musste ich dann auf den Start im grossen Finale verzichten, da ich ziemliche Schmerzen in meinem Ellenbogen verspürte. Ich beendete mein erstes Rennen also auf einem guten vierten Rang. Auch am nächsten Tag war mein Ellenbogen nicht viel besser als direkt nach dem Sturz, so entschied ich mich auf den Europacup, welcher bei ziemlich schwierigen Bedingungen ausgeführt wurde, zu verzichten. 

Durch den fehlenden Schnee, welcher unsere Wettkämpfe verunmöglicht, bleibt für uns nichts anderes, als weiter zu trainieren. Diese Woche befinden wir uns in Leysin/les Diablerets.
bis bald, Sandra    IMG_3608

On – Off – On – Off – and in the end it’s ON

Im letzten Monat hatte ich wohl soviele Programmanpassungen wie in all meinen Wettkampfjahren zusammen. Anfangs November war ein zwei wöchiges Trainingscamp angesagt, welches wir aber, wetterbedingt, nach 3 Freeridetagen und 3 Tagen Starttraining ununterbrochen haben. Stattdessen gingen wir 6 Tage nach Hause, in welchen ich krank war, um dann in unserer Schneetrainingsfreien Woche doch wieder ins Pitztal zu reisen. Dieses mal erwischten wir drei sehr gute Tage und konnten erfolgreich trainieren. Die vier Tage danach, welche wir zu Hause verbrachten, waren für mich mit sehr sehr viel Arbeit verbunden. Für die letzte November Woche war erneut ein Training im Pitztal geplant, bevors dann endlich mit der Saison in Montafon losgehen sollte. Leider war schon bei der Anreise ins Pitztal klar, dass Montafon nicht genügend Schnee produzieren konnte um einen Kurs für uns herzustellen. Die ganze letzte Woche war nun unklar, wie es weitergehen sollte. Doch meine Saison geht wie geplant diese Woche los. Am Mittwoch werden wir die Österreichische Meisterschaft fahren und am Donnerstag einen Europacup. Vielen Dank an die Bergbahnen des Pitztaler-Gletschers und all unsere Coaches, welche diese kurzfristigen Änderungen möglich machen.

Der Weltcup wurde nach hinten geschoben, wenn es ein bisschen kälter wird und ein bisschen mehr Schnee produziert werden kann, werden wir am 17. Dezember den ersten Weltcup bestreiten und am 18. Dezember den ersten Teamevent. Keep your fingers crossed…..

Die strenge Zeit der Vorbereitung, andernorts auch HERBST genannt…

Endlich! Endlich komme ich mal wieder dazu, meine Homepage ein bisschen zu aktualisieren und euch etwas von meinem Tun zu schreiben. Viel hat sich getan, seit meinem letzten Eintrag. Mein Ellenbogen, welcher mich Ende letzter Saison zu einer wirklichen Auszeit gezwungen hat, ist wieder in Ordnung und so verbrachte ich die letzten paar Wochen eigentlich vor allem “on the Road” und ziemlich häufig in luftiger Höhe.

Die Zeit mit einem kaputten Ellenbogen war für mich keine einfache, da mir als Bewegungsmensch, das sich stillhalten müssen, gar nicht entgegen kommt. Doch ist es mir ziemlich gut gelungen und ich kann mich eigentlich nicht weiter über meinen Ellenbogen beklagen.

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Die letzten paar Wochen verbrachten wir vor allem mit dem Team in Trainingscamps. Anfangs September noch in Magglingen um uns den letzten Schliff im physischen Training zu holen. Gings dann ab Mitte September hoch hinaus auf Saas Fee. Noch nie habe ich im Herbst so gute Trainingsbedingungen auf dem Gletscher erlebt. Der kalte Sommer hat doch wohl auch seine Vorteile. In Saas Fee hatten wir einen Kurs zur Verfügung und zwei Startgeraden. Ich war wirklich erstaunt, wie schnell ich wieder in meinen “Snowboardalltagstrott” finden konnte. Und so verbrachte ich zwei sehr produktive Wochen in Saas Fee. Danach hatten wir eine kurze Woche zu Hause um ein bisschen zu verschnaufen. Meine drei Tage zu Hause verflogen wie im nu, bevor ich mich erneut nach Magglingen begab. Ich hatte mit meiner Trainerin eine Intensivwoche geplant und war froh warens schlussendlich nur vier Tage. Die zwei bis drei Training pro Tag gingen ziemlich an meine Substanz. Der Start in die zweiten zwei Wochen in Saas Fee verlief für mich danach  nicht all zu gut. Dieses mal hatte ich aber glücklicherweise nur Materialverlust zu beklagen. Speziell war noch, dass wir in der zweiten Woche jeden Morgen mit der sechs Uhr Gondel auf den Berg konnten. Ich habe wohl noch selten so schöne Sonnenaufgänge gesehen.

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Die letzten anderthalb Wochen war ich auf einem Zwischenstopp zu Hause, wobei ich meine Zeit hauptsächlich mit arbeiten und im Kraftraum trainieren füllte. Nun haben wir schon die nächste Reise in Angriff genommen und werden die folgenden zwei Wochen auf dem Pitztalergletscher in Österreich verbringen. Anfangs Dezember startet dann unsere Saison in Montafon. Leider wurden aber schon die ersten Rennen, jene in Lake Lousie vor Weihnachten, abgesagt. So bleibt mir nichts weiteres, als mich auf die vier verbleibenden, sowie vor allem den Saisonhöhepunkt mit der WM in Kreischberg zu konzentrieren. Ich hoffe schwer, dass sich unser Wettkampfkalender ab nächster Saison ein bisschen verbessern wird und werde alles für einen Exploit in Montafon geben, damit ich mich wenigstens für eine erstmalige X-Games Teilnahme empfehlen kann.

bis bald, Sandra

Raus aus der Komfortzone- rein ins Vergnügen!!!

Der Leitspruch meiner letzten Saison brachte mich wohl zu meinen grössten Fortschritten innerhalb der letzten neun Monaten. Daraus resultierte ein ganz passable Saison. Mit einem Abschiffer zu Beginn in Montafon, wo ich als 27. nicht mal annähernd die Qualifikation schaffte, rappelte ich mich auf und legte von Rennen zu Rennen bessere Performances hin. Reichte es mir Ende Dezember in Lake Louise mit einem 13.Qualifikationsrang noch knapp in die 4er Heats, so schaffte ich in Andorra Mitte Januar die Bestätigung mit einem 10. und einem 9. Qualirang. Neben der Bestätigung in Andorra reichte es endlich auch zu der langersehnten Sochiquali und zu einem ersten kleinen Preisgeld, dank einem Top-Ten Platz, welches ich jedoch vergass abzuholen. Der 10tägige Abstecher nach Russland ist unvergesslich. Ein spezielleres Ambiente kann man wohl als Sportler nirgends erleben. Mit meinem dreizehnten Schlussrang kann ich mich jedoch immer noch nicht zufrieden geben. Deshalb auch meine Aussage, dass ich bis PyoenChang 2018 weiter mache um es besser zu machen. Einen ersten Vorgeschmack konnte ich direkt in Veysonnaz mit einem 6. Qualirang liefern. Um Centimeter schrammte ich an meiner ersten Finalteilnahme vorbei und gebremst durch ein Gerangel reichte es auch nicht zum anvisierten 7. Schlussplatz. Doch der resultierende 10.Rang war trotzdem vielversprechend. In la Molina resultierte ein letzter 11. Rang und die Luft war vollends draussen. Ein 15. Rang im Weltcupranking sichert mir auch auf nächste Saison hin erneut die A-Kaderselektion.

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Mein Motto dieser Saison führte aber wohl leider auch dazu, dass ich mich die ganze Saison hindurch auf einer Gratwanderung befand. Die Schattenseiten eines Spitzensportlerlebens sind schnell erwähnt. Vor dem zweiten Rennen in Andorra stürzte ich beim Einfahren dermassen dumm, dass ich mir meine Schulter leicht verletzte. In Sochi, war mir das Glück jedoch wohl gesinnt. Als ich zu kurz über einen doch ziemlich grossen Kicker kam vermochte ich den Schlag einigermassen zu absorbieren und es resultierten nur angerissene Bänder und Muskeln in meinem Unterschenkel. Nun leider, während dem Training zur Schweizermeisterschaft, war mir das Glück nicht mehr all zu sehr hold und bei einem erneut dummen Sturz luxierte ich mir meinen Ellenbogen. Wenigstens habe ich den Zeitpunkt “klug gewählt” und bevor ich die nächste Saison in Angriff nehmen werde und mich wieder ins Vergnügen rein stürzen werde – gönne ich nun meinem Körper erst einmal völlige Ruhe!

Bis bald, Sandra

Auf Wiedersehen Wintersaison – Hallo Frühling!

Vor schon fast zwei Wochen fand das letzte Weltcuprennen der Saison in La Molina statt. Die wunderbare Frühlingssonne in Spanien, verleitete dazu, die ganze Sache ein bisschen ruhiger angehen zu wollen. Nach dem ersten Trainingstag war ich mir jedoch bewusst, dass mit ein bisschen ruhiger, hier nichts zu holen ist. Das erste Training war sehr mühsam, durch so viele Unterbrüche und ewige Wartezeiten geprägt, dass die Lust Boardercross zu fahren ziemlich gebremst wurde. Am Qualitag funktionierte alles ein bisschen besser. Auch für mich, den am ersten Tag auf dem Kurs schaffte ich es nicht, alle Banks richtig zu fahren und habe öfters mal mein Bein geschont und bin nicht alle Kicker gefahren.
IMG_1257Seit langem das erste Mal erwischte ich aber keinen guten Qualilauf. Mit zwei drei groben Fehlern, lag nur knapp eine Zeit in den Top 16 drin und da nur 4er Heats ausgetragen wurde, musste ich einen zweiten Qualilauf absolvieren und zittern. Mit meinem zweiten Qualilauf war ich nochmals ein Zehntel langsamer. Unten im Ziel blieb mir nichts anderes übrig als zu warten und die Kontrahentinnen, welche vor mir platziert waren, durch zu zählen. Am Schluss resultierte der 15. Qualirang, zeitgleich mit einer Kanadierin.
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Ich war froh, hatte es trotz schlechtem Qualilauf in die Finals gereicht und wusste, dass ich erst am nächsten Tag, all mein Können auspacken musste. Ich fuhr ganz gute Trainingruns  am Finaltag und konnte meine schlechten Linien vom Vortag und die blöden Fehler wettmachen. Klar war, dass der Start in diesem Rennen entscheidend sein wird, da der Kurs wenig Gelegenheiten bot zum Überholen. Und deshalb scheiterte ich wieder an einer meiner momentan grössten Schwächen, dem Start. Von Beginn weg fuhr ich als vierte hinten nach, nach dem Start verlor ich zwar nicht mehr wirklich, konnte auch aufholen, es gelang mir aber bis hin zur Ziellinie nur ein Überholmanöver. So klassierte ich mich in meinem letzten Weltcuprennen der Saison auf dem 11. Schlussrang und es resultierte ein für mich guter 15. Gesamtrang im Weltcup. Somit werde ich auch die nächste Saison wieder im A-Kader in Angriff nehmen können.

Letztes Wochenende war ich dann an meinem zweitletzten Rennen der Saison. Ich machte mich am Samstag auf um in der Lenk am Europacupfinale teilzunehmen. Mir ging es vor allem darum gute Trainings zu zeigen, den Heimkurs zu geniessen und mit den Jungen aus der Region ein Rennen zu bestreiten. Gerne hätte ich natürlich auch gewonnen. Nach einer halben Stunde Training fuhren wir die Qualifikation. Mit meinem inkonsequentesten Lauf des Tages war ich nach der Quali vierte. Vor mir drei Französinnen, welche alle auch im Weltcup starten. Nach meinem Achtelfinallauf, mit einem schlechten Start und guten Überholmanöver, musste das Rennen wetterbedingt leider abgebrochen werden. Es hatte Nebel, regnete und windete stark. Der Rest des Rennens wurde auf Sonntag geschoben. Am Sonntag startete ich gut in den Tag und konnte mit den Jungs in den Trainingsheats gut mithalten. Das Viertelfinale gewann ich ohne grössere Probleme. Im stark besetzten Halbfinale hatte ich in Führung liegend eine kleine Rempelei mit einer Französin, verlor darauf hin Speed, wählte eine ungünstige Linie wobei ich nochmals in Berührung kam mit zwei Fahrerinnen und schlussendlich verlor ich, durch einen Kontakt in der Luft über den letzten Sprung, die Kontrolle und landete neben der Landung in einem “Schneegeröllhaufen”. Der Traum ein Europacup zu gewinnen war für dieses Wochenende ausgeträumt. Ich beendete mein Rennen schlussendlich auf dem 6. Rang, da ich mich auch im kleinen Finale noch einer Gegnerin geschlagen geben musste. Es war aber alles in allem, wobei das Wetter auszuschliessen ist, ein sehr gutes Wochenende. 

Nun wartet noch das letzte Rennen, die Schweizermeisterschaft am 06. April auf uns, welche nun definitiv in der Lenk stattfinden wird. Ich würde mich natürlich über ein paar bekannte Gesichter an der Seite unseres Kurses freuen….

bis bald, Sandra

Veysonnaz – La Molina

Mir gelang in Veysonnaz meine bis anhin beste Qualifikation im Weltcup und ich war bereit auch die gleiche Leistung in den Heats zu zeigen. Mit einem machbaren Heat fand ich mich im Viertelfinal wieder. Auf der Startgerade fuhr ich hinten nach, konnte aber, je länger der Lauf war, Plätze gut machen. Ich überquerte als dritte die Ziellinie und zog somit das zweite Mal in meiner Weltcupkarriere in den Halbfinal ein. Nach den drei Läufen in Veysonnaz weiss ich, dass ich auf nächste Saison insbesondere an meinen Starts arbeiten werde. Auch im Halbfinale  war ich eine der langsamsten aus dem Gate heraus, bis Mitte Kurs war ich aber wieder an vierter Stelle. Schlussendlich klärte ein Photofinish und verwies mich leider auf den vierten Platz. Das Preisgeld anvisiert, wollte ich im kleinen Finale nochmals eine gute Leistung zeigen. In der letzten Kurve platzierte ich mich dann leider auf dem Board einer meiner Mitstreiterinnen, und statt auf dem sehr guten siebten Platz klassierte ich mich als Zehnte.
Trotzdem war es ein super Rennen, mit tollen Fights, viel Tempo, neu gelerntem, wunderschönem Wetter und vielen Zuschauern.

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Hier in La Molina, einem kleinen spanischen Dörfchen in den Pyrenäen, nahe der französischen Grenze, findet unser nächster und gleichzeitig letzter Weltcup dieser Saison statt. Heute haben wir nun das erste Mal den Kurs in Augenschein genommen. Es war ein schwieriges Training, mit vielen Unterbrüchen und langen Wartezeiten. Morgen findet die Qualifikation statt und am Samstag werden wir die Finals fahren. Hier werden die Finale allerdings nur zu viert ausgeführt, drückt mir also die Daumen für die Quali morgen…

Bis bald, Sandra

YES!!!

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Nach einem guten ersten Tag auf dem Schnee, habe ich beschlossen, die letzten beiden Weltcuprennen auch noch in Angriff zu nehmen. Dies funktioniert leider nicht ganz schmerzfrei, heute aber dafür ziemlich schnell.
Nach der Qualifikation hier in Veysonnaz bin ich sechste. Mein bestes Ergebnis bis anhin in der Qualifikation eines Weltcups. Morgen werden wir Heats auf dem Kurs fahren, welcher viel Action durch hohes Tempo und harte Fights verspricht.

RTS deux um 14:45 oder Eurosport2 15:30!

Drückt mir die Daumen, Sandra