Saisonrückblick 2014/15

Die Vorbereitungen für die Saison 2015/16 laufen bereits seit einiger Zeit auf Hochtouren und doch ist mir irgendwie entgangen, euch zu berichten wie denn meine letzte Saison gelaufen ist. Noch schlimmer; Ende Saison war ich dermassen im Stress, dass ich sogar vergessen habe euch von meiner drei Rennen dauernden Weltcupsaison zu berichten. Dies versuche ich nun bei sehr sommerlichen Temperaturen nachzuholen.IMG_4443
Wir starteten ziemlich verspätet in unsere Saison. Am 14. und 15. März hatten wir einen Doppelevent in Veysonnaz. Diese Strecke liegt mir ganz gut, man ist schnell, es gibt nicht all zu viele Richtungswechsel und die grösse der Elemente kombiniert mit der Schnelligkeit ist immer wieder beeindruckend. Ich durfte ein erstes Mal auch an einem Kurstesten teilnehmen. Da stieg die Nervosität noch mal ein bisschen an- wenn man nicht weiss ob es bei den Sprüngen denn auch wirklich in die Landung reicht. Ich absolvierte ein hervorragendes Kurstesten und auch die Trainings an den folgenden Tagen liefen überaus zufriedenstellend. Leider hatte ich dann im ersten Rennen einen Sturz im Halbfinale, woraus der 10. Schlussrang resultierte. Dies bedeutete die  Egalisierung meines Karrierebestresultates und mein drittes TopTen Ergebnis überhaupt. Eigentlich ein guter Saisonbeginn, wenn man nicht von Beginn weg Top-Leistungen erbringen sollte, da nur drei Rennen auf der  Wettkampfplanung standen. Ich war nicht zufrieden, wusste aber haargenau, was ich am nächsten Tag besser machen musste.IMG_4473
Ich konnte schon in den Trainingsläufen bessere Läufe zeigen. Nach der Qualifikation war ich auf dem guten vierten Rang platziert. Das Rennen verlief gut. Im Viertelfinale konnte ich mich an zweiter Stelle liegend für den Halbfinal qualifizieren. Dies gab mir den nötigen “Extraschub”, dass ich auch im Halbfinal gut aus dem Start raus kam und mich mit einem dritten Platz für meine erste Finalteilnahme aufdrängen konnte. Mein neuerlich bestes Weltcupresultat war mir schon auf sicher, doch ich wollte noch mehr. Ein erneut guter Start und ich war mittendrin, beziehungsweise ein bisschen hinter den Besten, denn am Schluss erreichte ich den guten vierten Rang. Super happy mit einem so guten Resultat und doch ein klein wenig traurig, konnte ich nicht schon meinen ersten Podestplatz feiern. Aber so ist es, das Leben als Spitzensportler, immer eine Gratwanderung.

Die Pause danach war kurz, denn schon am folgenden Wochenende war in la Molina, Spanien, das Weltcupfinale geplant. Die Schneebedingungen waren prekär und doch stand da ein guter Kurs. Das Training verlief ohne grosse Zwischenfälle ziemlich gut. In der Qualifaktion war dann ein gewisses an Wind vorhanden, wobei ich meine eher langsame Qualifikationszeit nicht dem Wind zuschreiben konnte. Die Quali schaffte ich als 10. wobei die Heats nur zu viert ausgetragen wurden. Am Renntag war dann ganz schlecht Wetter, Regen und starke Schneefälle wechselten sich ab, was dazu führte, dass man weder gross was sah, noch die nötige Geschwindigkeit hatte um die Elemente zu passieren. Bei einer sehr knappen Zieleinfahrt gelang mir erneut der Vorstoss in den Halbfinal. Mit einem siebten Rang musste ich mich schlussendlich vor allem gegenüber den schwierigen Bedingungen geschlagen geben. Ein sechster Rang im Gesamtweltcup übertrifft aber bei weitem meine Erwartungen für diesen Winter.IMG_4572
Wie gesagt befinde ich mich schon längers wieder im Aufbautraining für die nächste Saison. Ich habe ein paar Änderungen in meiner Trainingsplanung vorgenommen, aber von denen erzähl ich euch im nächsten Beitrag.  Die nächste Saison verspricht glücklicherweise ein paar Wettkämpfe mehr. Also werde ich noch härter an mir arbeiten, damit ich möglichst meine guten Resultate von diesem Winter werde bestätigen können…

Bis bald und geniesst den wunderbaren Sommeranfang

Sandra

It will pay off… i don’t stop hard working!

Eine wirklich komische Saison die läuft. Nach den enttäuschenden Weltmeisterschaften standen die Schweizermeisterschaften auf dem Programm und danach drei aufeinanderfolgende Wochenenden gefüllt mit je zwei Europacup Rennen.IMG_4177Die Schweizermeisterschaft fand nach zwei tägigem, langem warten und herumstehen nicht statt. Zu dicht war der Nebel im Kurs und an keine Heats zu denken. Froh war ich darum, da mein Ellbogen immer noch ziemlich schmerzte. Das Wochenende danach gings auf nach Puy St. Vincent. Viel geschneit hat es auf Freitag, also war zu allererst Kurs shapen angesagt. Danach gab es für alle zwei Trainingsläufe. Der Kurs sah aus, wie in den Jahren davor, als ich noch regelmässig Europacups fuhr. Schon da kam ich nicht klar mit der ersten Bank und dies blieb auch so. In beiden Rennen fiel ich im Viertelfinale einem taktischen Fehler zu Opfer und war sehr enttäuscht. Das darauf folgende Wochenende waren zwei Rennen in Cortina d’Ampezzo angesagt. Die Kulisse in Italien ist einfach wunderbar. Es war viel Schnee angesagt und so fiel der erste Trainingstag dem Schnee zum Opfer. Das Nightrace gab es am Samstag trotzdem. Prekär waren die Bedingungen – 3 mal ging eine Lawine über die Piste hinunter. Es war ein sehr langer Tag. Halb neun morgens auf der Gondel, halb zehn Abends wieder im Hotel. Ich war nicht schlecht unterwegs, angesichts dessen, dass der Kurs hauptsächlich aus Kurven bestand die man carven musste. Nach der Quali auf dem siebten Platz konnte ich diesen verteidigen bis am Ende. Happy darüber, dass ich wenigstens alle Heats absolvieren konnte aber auch Happy darüber, dass ich mich bei meinem Sturz im Training nicht ernsthaft verletzte. Leider musste das Rennen vom Sonntag wegen zu viel Wind abgesagt werden. Mein Körper dankte es dem Wettergott. Weiter ging es letztes Wochenende in Grasgehren, Deutschland. Ein interessanter Kurs, vor allem mit Hindernissen die ich, gar nicht zu schätzen wusste. Ich schlug mich durch. Anders kann man es nicht sagen. Am Samstag schaffte ich den Sprung vom Achtel-, ins Viertelfinale. Da war dann aber Endstation, nachdem es ein bisschen eng wurde und ich meiner Linie nicht treu blieb, nahm ich über einen Corner einen harmlosen Abflug. Das Rennen aber war gelaufen. Sonntag war ein neuer Tag. Quali lief besser, Viertelfinale auch. Im Halbfinale und auch später im kleinen Finale fand ich wieder zurück zu meiner alten Schwäche. Dies heisst, dass ich die anderen Fahrerinnen immer vor mir hatte nach dem Start. Ein siebter Platz schaute auch hier heraus und die Gewissheit an was ich in nächster Zeit arbeiten muss.IMG_4183Ich bin guter Dinge, dass meine Saison nicht ganz so enttäuschend enden wird, wie sie begonnen hat. Leider wurde aber auch unser nächster Weltcup in SquawValley (USA) wegen mangelndem Schnee abgesagt. Also bleiben noch zwei Austragungsorte. Veysonnaz und La Molina, mitte, beziehungsweise ende März. Let’s go and get them.

Seit einer Wochen befinde ich mich nun in Colorado um an meinen, nun doch schon oft thematisierten, Defiziten zu arbeiten.

Bis bald

Sandra

Die erste halbe Saison läuft… Itz aber HÜÜÜ!!!

Eine wirklich spezielle Saison, welche wir dieses Jahr absolvieren. Der Höhepunkt der Saison mit der WM schon vorbei, nun in die Europacup Saison gestartet und ab März findet dann noch die zweite halbe Saison mit drei Weltcuprennen statt. Ändern kann ichs leider nicht und deshalb habe ich mir hohe Ziele an den sechs Europacuprennen gesetzt, welche ich nun zur Vorbereitung auf die Weltcups nutze. Letztes Wochenende waren wir in Puy St. Vincent, jetzt bin ich auf dem Weg nach Cortina d’Ampezzo und nächstes Wochenende werden wir in Grasgehren verbringen.

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Körperlich bin ich TOP-Fit und auch im Kopf stimmt eigentlich alles. Und doch habe ich letztes Wochenende in Puy St. Vincent eine meiner persönlich grössten Schlappen eingefahren. Das ganze startete mit ein paar wunderbaren Powderruns, weil wir warten mussten bis der Schnee aus dem Kurs geräumt wurde. Danach war ich am Trainingstag leider nicht fähig, den wohlgemerkt relativ einfachen Kurs, ohne Fehler zu absolvieren. Lange Diskussionen über die Linienwahl in der ersten Bank und gutes mit dem Kurs auseinandersetzen gaben mir dennoch ein gutes Gefühl. Doch der Samstag war nicht mein Tag. Ich musste schon um die Qualifikation zittern, so schlecht bin ich gefahren. Als 14. konnte ich mich dennoch qualifizieren. Meinen Tag wollte ich in den Heats aufbessern. Als erste aus dem Startgate heraus fuhr ich eine gute Startgerade, war klar voraus, bis ich in die erste Bank hinein kurz zögerte und wiederum eine schlechte Linie wählte. Die erste Weltcupfahrerin zog somit an mir vorbei. Die Zweite fuhr dann weiter unten genau meine Linie, welche ich nicht im Stande war zu zeigen und konnte mich so in der letzten Kurve überholen. Stark war die Konkurrenz, doch habe ich mich ein weiteres mal selber geschlagen. Die Videoanalyse zeigte mir klar meine momentanen Schwachpunkte auf, doch nichtsdestotrotz am nächsten Tag wollte ich wieder angreifen. Am Sonntag konnte ich mich klar steigern. Mit der vierten Qualifikationszeit, konnte ich einen viel besseren Lauf als am Vortag zeigen. Eine vermeintlich bessere Ausgangslage. Jedoch verabschiedete ich mich auf die genau gleiche Weise… Nach der Startgerade in Front liegend konnte ich mich auch am dritten Tag nicht mit der ersten Bank anfreunden, verlor den Vorsprung und kollidierte schlussendlich mit einer meiner Gegnerinnen, was mich zu Fall brachte! Ein hundsmiserables Wochenende fand einen schnelles Ende…

Und doch, lass ich mich nicht unterkriegen, heute geht’s weiter nach Cortina d’Ampezzo in die wunderschönen Dolomiten, wo wir weitere zwei Europacups bestreiten werden. Itz aber HÜÜÜ…

bis bald, Sandra

WM am Kreischberg

Den verpatzten Saisonstart kenne ich ja schon aus dem letzten Jahr, aber es ist eindeutig mehr als doppelt schmerzhaft, wenn es sich beim Saisonstart auch noch direkt um die Weltmeisterschaften handelt. Aber alles von vorne…

Vor zehn Tagen reisten wir mit dem Auto in die Steiermark nach Österreich. Schon die Reise war mit Überraschungen versehen, doch überraschte es nicht weiter, dass es auch in der Steiermark nicht wirklich viel Schnee hatte. Wir wohnten in Appartements direkt beim Zielgelände und hatten einen eigenen Koch dabei (MERCI viu mau TINU!). Da fiel einem, dass sich “einleben” natürlich leicht.
Am nächsten Tag stand das erste von zwei Trainings auf dem Programm. Mir gelangen zwei gute Trainings. Ich war von Beginn weg bereit, all das abzurufen, was ich mir in den letzten fünf Monaten erarbeitet hatte. Überraschenderweise war ich sogar im Stande, einen guten allerersten Trainingslauf zu zeigen. Normalerweise brauchte ich jeweils noch einen zweiten, schnelleren Besichtigungslauf um wirklich trainieren zu können. Die beiden Trainings verliefen relativ unspektakulär und vergingen wie im Fluge. Ich fühlte mich wohl auf dem Kurs und freute mich riesig auf den ersten Wettkampf in dieser Saison. Am Abend in der Videoanalyse erkannte ich jedoch, dass ich nicht allzu euphorisch sein sollte, was meine Trainings anbelangte. Durch ein neues System, bei welchem wir Athleten an beiden Beinen einen Transponder tragen, konnten die Trainer schon auf die Trainingszeiten zurückgreifen. Da stellte sich heraus, dass ich in meinen guten Trainings doch fast fünf Sekunden auf die Trainingsschnellste verlor. Ich musste also Gas geben, wenn ich die Quali schaffen wollte.

Letzten Donnerstag war es dann endlich soweit. Ich war schon am Morgen früh sehr nervös und freute mich wie ein kleines Kind. Im Verlaufe des Tages verflog die Nervosität immer wie mehr und ich konnte sehr gute Trainingsläufe zeigen. Dann zählte es endlich. Doch als ich im Startgate stand, war die Nervosität plötzlich ganz weg. Ich absolvierte einen Lauf, aber ich wusste schon unterwegs, dass dies, was ich da zeigte für nichts war. Ohne Fehler kam ich im Ziel an und doch leuchtete eine 07 Zeit auf, also nochmals zwei Sekunden langsamer als ich tags zuvor im Training war. Glücklicherweise war die Nervosität schlagartig zurück. Ich wusste ich musste mich für den zweiten Lauf um 200% steigern, wenn ich nicht schon in der Qualifikation scheitern wollte. 200% mehr, dass hiess ein weiteres Mal an die Grenze gehen und auf keinen Fall einen Fehler machen. Nach dem zweiten Lauf, leuchtete eine gut 1,5 Sekunden schnellere Zeit auf, welche mir im Schlussklassement der Qualifikation den zwölften Rang sicherte. Ich war zufrieden und wusste, dass ich am nächsten Tag noch mehr zeigen musste.
Das Training verlief wie gewohnt gut. Ich übte auch noch 3 mal die Perfektion meines Starts und der Startgerade. Plötzlich ging alles sehr schnell und innert kürzester Zeit stand ich mit meinen drei Gegnerinnen im Startgate. Ich war fokussiert und hatte genau die richtige Nervosität. Ich war bereit, dies sollte mein Tag werden. Das Startkommando ertönte, die Spannung stieg nochmals an. Dann klappte das Gate auf und das Rennen war lanciert. Leider erwischte ich schon das erste Element direkt nach dem Start nicht richtig. Dies kostete mich bis in die erste Kurve gute fünf Meter auf meine drei Gegnerinnen. Einen Bruchteil von einer Sekunde sah ich alles vor einem inneren Auge, wie ich mit grossem Abstand hinten nach in die erste Kurve einbog – das Rennen schien gelaufen. Doch meine Gegner machten die Rechnung ohne mich, ich wusste wie hart ich an mir gearbeitet hatte und auch das der Start immer noch nicht zu meinen Stärken gehört. Ich erwischt eine gute erste Bank, konnte extrem viel Tempo mitnehmen und war fähig schon in der zweiten Bank ein gelungenes Überholmanöver zu zeigen. Danach war ich in der Extrem schnellen Kurvenkombination wieder an der ersten und zweiten dran. Ich war mir bewusst, dass es reichen konnte auch mindestens eine dieser beiden noch abzufangen und hatte einen genauen Plan wie. Doch da war dieser fiese Schlag ausgangs vierte Bank, mit welchem ich schon in den morgendlichen Trainingsfahrten Bekanntschaft gemacht hatte. Er brachte mich nicht zu Fall, jedoch aus dem Rhythmus. Eine kleine Berührung mit einer meiner Gegenerinnnen, welcher ich eigentlich mittlerweile gewachsen sein sollte, brachte mich danach dermassen aus dem Konzept, dass ich in der Rollersection das Gleichgewicht verlor. Räääädääääädäääädääääämmmmm!!! Und aus war der Traum, von einem guten Ergebnis an der WM in Kreischberg. Mit einem leicht blutenden Gesicht, einem neuen, schmerzenden Ellenbogen und einem kaputten Herzen, durfte ich danach direkt in die Dopingkontrolle. Dies war so absolut nicht jene Premiere, welche ich mir erhofft hatte. Aber ändern konnte ich es auch nicht mehr…

Nun eine Woche danach, bin ich immer noch traurig, dass ich nicht das zeigen konnte, was ich eigentlich könnte. Aber ich erlebte durchaus auch positive Momente in Kreischberg und freue mich nun auf die endlich ins Rollen kommende Saison.
Diese Wochenende werden wir in Sedrun unsere Schweizermeisterschaften durchführen. Drückt mir die Daumen!

Bis bald, Sandra

Let’s get this season started…

ENDLICH! ENDLICH befindet sich die langersehnte Saison in den Startlöchern und die “Warterei” hat ein Ende. Wir befinden uns auf dem Weg an den ersten Wettkampf, welcher gleichzeitig den Saisonhöhepunkt darstellt. Am Kreischberg in Österreich, werden wir am Donnerstag und Freitag um den Weltmeistertitel fahren. IMG_4012
Vorausgehend hatten wir eine super letzte Vorbereitungswoche in Leysin verbracht. Die Schneetrainings verbrachten wir erneut auf dem Glacier3000, wo unsere Coaches den Freestylepark umfunktioniert hatten zu einer guten Startgeraden. Es war ein hartes, schwieriges aber gutes Training. Die Schwierigkeit  lag vor allem darin, mit den grossen Tempi, die wir hatten, die vier aufeinanderfolgenden Kicker immer schön zu absorbieren. Dies gelang mir eigentlich ganz gut und ich freue mich riesig, nun die Saison starten zu können und zu sehen wo ich eigentlich genau stehe… 

bis bald, Sandra

Vorweihnachtliche Stimmung im Traininigscamp in Leysin/les Diablerets

Immer noch auf der Suche nach Schnee und ohne Wettkämpfe, machten wir uns letzte Woche auf in die Westschweiz. Im Hotel in Leysin untergebracht, verbrachten wir die Tage auf 3000 Meter über Meer auf dem Glacier3000. Das Wetter war uns gut gesinnt und so konnten wir zumindest jeden Tag auf den Schnee. Zwischendurch war es aber ganz schön schwierig die lange Rollersection, welche wir zum trainieren hatten, in den Nebelschwaden, überhaupts noch auszumachen. Aber ich konnte von den schlechten Wetterbedingungen enorm profitieren und wäre nun gewappnet, damit die Saison auch endlich starten könnte…

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Neben dem Snowboarden verbrachten wir eine enorm gute Zeit mit dem Team in Leysin. Überessen, nach einem Raclette bei unserem Coach, noch auf den Schragen beim Physio zu liegen, da liegt wohl Weihnachten in der Luft. Endlich haben wir zudem eigene Velo’s bekommen, ich nehme an wir waren sehr anständig letztes Jahr :) Und wenn man dann noch so eine Abwechslungsreiche Sportwoche, kombiniert mit snowboarden, klettern, curlen und Eishockey spielen verbringen darf, dann ist es wohl Zeit mal wieder danke zu sagen.

Merci, Harald, Blake, Théo, Simon damit ihr wie verrückt für mich arbeitet. Danke meinen Trainingsgspändli, auch wenn ich während dem trainieren nicht immer einfach bin, verbringen wir meistens eine gute Zeit miteinander. Merci an Andrea für die Trainingsplanung. Danke auch meiner Familie, Freunden, und allen Bekannten, welche mich in irgendeinerweise auf meinem Weg unterstützen oder  begleiten.
Es war ein WAHNSINNS Jahr, welches ich erleben durfte, mit hohen Hochs und tiefen Tiefs, aber vor allem sehr lebenswert. DANKE, dass ihr mir das (mit-) ermöglicht!!!

Schöni Wiehnachte und ä guete Rutsch is 2015!!! IMG_3869

Bis bald, Sandra

Ein Monat Österreich, die ersten Wettkämpfe und der fehlende Schnee!

In meinem letzten Beitrag sprach ich von zwei Wochen Training im Pitztal. Aus diesen zwei Wochen wurde mehrheitlich der ganze November, mit ein paar kurzen, wetterbedingten Unterbrüchen. Im Pitztal fanden wir sehr gute Trainingsbedingungen vor. Die zweiten zwei Wochen spielte dann endlich auch das Wetter mit, und es gab einen sehr intensiven Trainingsmonat.
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Durch den fehlenden Schnee in ganz Europa, wurde mittlerweile leider unsere ganze Weltcuptour in das nächste Jahr geschoben. Im Pitztal wurde darauf hin reagiert. Die super Bergbahnen Pitztal haben, mit Hilfe unserer Coaches, sowohl die Österreichische Meisterschaft als auch einen Europacup organisiert. Zwei Rennen, welche durch sehr gute Konkurrenz, viele Heats und harte Fights gekennzeichnet waren. Am ersten Renntag konnte ich ein paar gute Sachen zeigen und mich vor allem von Lauf zu Lauf steigern. Die Startgerade, hatte es, wie schon in den Trainings, für uns Mädels, mächtig in sich. Danach war der Kurs nicht mehr all zu anspruchsvoll und trotzdem hatte es zwei drei Passagen, bei denen man sehr wohl Zeit gut machen oder eben auch verlieren konnte. 

IMG_3627Im 16tel Final erwischte ich einen mässig guten Start, schaffte es aber dennoch an erster Stelle die Startgerade zu verlassen. Das 8tel, sowie das 4tel Finale waren schon ein bisschen besser besetzt. Mir gelang beide male ein toller Start und ich konnte zwei Start-Ziel-Siege einfahren. Im Halbfinale wusste ich, was zu leisten war, um mein Ziel, den Final zu erreichen. Mir gelang ein guter Start, in einer der oben genannten Passagen büsste ich jedoch Tempo ein, wobei die Italienerin an zweiter Position liegend zu mir aufschliessen konnte. In die nächste Kurve bog ich noch leicht vor ihr ein, aber sie konnte mehr Tempo mitnehmen und Ende Kurve schaffte sie es nicht, mir meine Linie zu lassen und die Stürze waren vorprogrammiert. Ich hatte keine Chance, da ich sie von hinten nicht kommen sah. Anfangs der Rollersection lag ich dann mit all den anderen Mädels, da keine Ausweichen konnte. Ich beendete meinen Lauf als dritte, kam jedoch trotzdem in den Final, weil die zweit platzierte ein Tor nicht richtig passiert hatte. Leider musste ich dann auf den Start im grossen Finale verzichten, da ich ziemliche Schmerzen in meinem Ellenbogen verspürte. Ich beendete mein erstes Rennen also auf einem guten vierten Rang. Auch am nächsten Tag war mein Ellenbogen nicht viel besser als direkt nach dem Sturz, so entschied ich mich auf den Europacup, welcher bei ziemlich schwierigen Bedingungen ausgeführt wurde, zu verzichten. 

Durch den fehlenden Schnee, welcher unsere Wettkämpfe verunmöglicht, bleibt für uns nichts anderes, als weiter zu trainieren. Diese Woche befinden wir uns in Leysin/les Diablerets.
bis bald, Sandra    IMG_3608

On – Off – On – Off – and in the end it’s ON

Im letzten Monat hatte ich wohl soviele Programmanpassungen wie in all meinen Wettkampfjahren zusammen. Anfangs November war ein zwei wöchiges Trainingscamp angesagt, welches wir aber, wetterbedingt, nach 3 Freeridetagen und 3 Tagen Starttraining ununterbrochen haben. Stattdessen gingen wir 6 Tage nach Hause, in welchen ich krank war, um dann in unserer Schneetrainingsfreien Woche doch wieder ins Pitztal zu reisen. Dieses mal erwischten wir drei sehr gute Tage und konnten erfolgreich trainieren. Die vier Tage danach, welche wir zu Hause verbrachten, waren für mich mit sehr sehr viel Arbeit verbunden. Für die letzte November Woche war erneut ein Training im Pitztal geplant, bevors dann endlich mit der Saison in Montafon losgehen sollte. Leider war schon bei der Anreise ins Pitztal klar, dass Montafon nicht genügend Schnee produzieren konnte um einen Kurs für uns herzustellen. Die ganze letzte Woche war nun unklar, wie es weitergehen sollte. Doch meine Saison geht wie geplant diese Woche los. Am Mittwoch werden wir die Österreichische Meisterschaft fahren und am Donnerstag einen Europacup. Vielen Dank an die Bergbahnen des Pitztaler-Gletschers und all unsere Coaches, welche diese kurzfristigen Änderungen möglich machen.

Der Weltcup wurde nach hinten geschoben, wenn es ein bisschen kälter wird und ein bisschen mehr Schnee produziert werden kann, werden wir am 17. Dezember den ersten Weltcup bestreiten und am 18. Dezember den ersten Teamevent. Keep your fingers crossed…..

Die strenge Zeit der Vorbereitung, andernorts auch HERBST genannt…

Endlich! Endlich komme ich mal wieder dazu, meine Homepage ein bisschen zu aktualisieren und euch etwas von meinem Tun zu schreiben. Viel hat sich getan, seit meinem letzten Eintrag. Mein Ellenbogen, welcher mich Ende letzter Saison zu einer wirklichen Auszeit gezwungen hat, ist wieder in Ordnung und so verbrachte ich die letzten paar Wochen eigentlich vor allem “on the Road” und ziemlich häufig in luftiger Höhe.

Die Zeit mit einem kaputten Ellenbogen war für mich keine einfache, da mir als Bewegungsmensch, das sich stillhalten müssen, gar nicht entgegen kommt. Doch ist es mir ziemlich gut gelungen und ich kann mich eigentlich nicht weiter über meinen Ellenbogen beklagen.

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Die letzten paar Wochen verbrachten wir vor allem mit dem Team in Trainingscamps. Anfangs September noch in Magglingen um uns den letzten Schliff im physischen Training zu holen. Gings dann ab Mitte September hoch hinaus auf Saas Fee. Noch nie habe ich im Herbst so gute Trainingsbedingungen auf dem Gletscher erlebt. Der kalte Sommer hat doch wohl auch seine Vorteile. In Saas Fee hatten wir einen Kurs zur Verfügung und zwei Startgeraden. Ich war wirklich erstaunt, wie schnell ich wieder in meinen “Snowboardalltagstrott” finden konnte. Und so verbrachte ich zwei sehr produktive Wochen in Saas Fee. Danach hatten wir eine kurze Woche zu Hause um ein bisschen zu verschnaufen. Meine drei Tage zu Hause verflogen wie im nu, bevor ich mich erneut nach Magglingen begab. Ich hatte mit meiner Trainerin eine Intensivwoche geplant und war froh warens schlussendlich nur vier Tage. Die zwei bis drei Training pro Tag gingen ziemlich an meine Substanz. Der Start in die zweiten zwei Wochen in Saas Fee verlief für mich danach  nicht all zu gut. Dieses mal hatte ich aber glücklicherweise nur Materialverlust zu beklagen. Speziell war noch, dass wir in der zweiten Woche jeden Morgen mit der sechs Uhr Gondel auf den Berg konnten. Ich habe wohl noch selten so schöne Sonnenaufgänge gesehen.

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Die letzten anderthalb Wochen war ich auf einem Zwischenstopp zu Hause, wobei ich meine Zeit hauptsächlich mit arbeiten und im Kraftraum trainieren füllte. Nun haben wir schon die nächste Reise in Angriff genommen und werden die folgenden zwei Wochen auf dem Pitztalergletscher in Österreich verbringen. Anfangs Dezember startet dann unsere Saison in Montafon. Leider wurden aber schon die ersten Rennen, jene in Lake Lousie vor Weihnachten, abgesagt. So bleibt mir nichts weiteres, als mich auf die vier verbleibenden, sowie vor allem den Saisonhöhepunkt mit der WM in Kreischberg zu konzentrieren. Ich hoffe schwer, dass sich unser Wettkampfkalender ab nächster Saison ein bisschen verbessern wird und werde alles für einen Exploit in Montafon geben, damit ich mich wenigstens für eine erstmalige X-Games Teilnahme empfehlen kann.

bis bald, Sandra

Raus aus der Komfortzone- rein ins Vergnügen!!!

Der Leitspruch meiner letzten Saison brachte mich wohl zu meinen grössten Fortschritten innerhalb der letzten neun Monaten. Daraus resultierte ein ganz passable Saison. Mit einem Abschiffer zu Beginn in Montafon, wo ich als 27. nicht mal annähernd die Qualifikation schaffte, rappelte ich mich auf und legte von Rennen zu Rennen bessere Performances hin. Reichte es mir Ende Dezember in Lake Louise mit einem 13.Qualifikationsrang noch knapp in die 4er Heats, so schaffte ich in Andorra Mitte Januar die Bestätigung mit einem 10. und einem 9. Qualirang. Neben der Bestätigung in Andorra reichte es endlich auch zu der langersehnten Sochiquali und zu einem ersten kleinen Preisgeld, dank einem Top-Ten Platz, welches ich jedoch vergass abzuholen. Der 10tägige Abstecher nach Russland ist unvergesslich. Ein spezielleres Ambiente kann man wohl als Sportler nirgends erleben. Mit meinem dreizehnten Schlussrang kann ich mich jedoch immer noch nicht zufrieden geben. Deshalb auch meine Aussage, dass ich bis PyoenChang 2018 weiter mache um es besser zu machen. Einen ersten Vorgeschmack konnte ich direkt in Veysonnaz mit einem 6. Qualirang liefern. Um Centimeter schrammte ich an meiner ersten Finalteilnahme vorbei und gebremst durch ein Gerangel reichte es auch nicht zum anvisierten 7. Schlussplatz. Doch der resultierende 10.Rang war trotzdem vielversprechend. In la Molina resultierte ein letzter 11. Rang und die Luft war vollends draussen. Ein 15. Rang im Weltcupranking sichert mir auch auf nächste Saison hin erneut die A-Kaderselektion.

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Mein Motto dieser Saison führte aber wohl leider auch dazu, dass ich mich die ganze Saison hindurch auf einer Gratwanderung befand. Die Schattenseiten eines Spitzensportlerlebens sind schnell erwähnt. Vor dem zweiten Rennen in Andorra stürzte ich beim Einfahren dermassen dumm, dass ich mir meine Schulter leicht verletzte. In Sochi, war mir das Glück jedoch wohl gesinnt. Als ich zu kurz über einen doch ziemlich grossen Kicker kam vermochte ich den Schlag einigermassen zu absorbieren und es resultierten nur angerissene Bänder und Muskeln in meinem Unterschenkel. Nun leider, während dem Training zur Schweizermeisterschaft, war mir das Glück nicht mehr all zu sehr hold und bei einem erneut dummen Sturz luxierte ich mir meinen Ellenbogen. Wenigstens habe ich den Zeitpunkt “klug gewählt” und bevor ich die nächste Saison in Angriff nehmen werde und mich wieder ins Vergnügen rein stürzen werde – gönne ich nun meinem Körper erst einmal völlige Ruhe!

Bis bald, Sandra