Sierra Nevada = Nebel, Wind, Regen & Sonnenschein!

Unser Wetterglück der letzten paar Wettkämpfe hielt auch in der Sierra Nevada an. Wir verbrachten unseren eigentlichen Trainingstag damit, in einem kleinen spanischen Cafe Karten zu spielen und von Stunde zu Stunde auf die nächsten News zu warten. Die beiden darauffolgenden Tage, inklusive Qualifikation und Rennen fanden jedoch bei „gesichtererrötendem“ Sonnenschein statt.
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Der Kurs, welcher uns in Spanien präsentiert wurde, hatte es in sich. Fullspeed Passagen und viel Airtime führten dazu, dass alle Fahrer, ein paar einzelne, mutige, „Versuchshasen“, beobachteten. Wie sich ein weiteres Mal herausstellte, eignete sich der Kurs aber ausgezeichnet um an meinen Defiziten zu arbeiten. 
Ich hatte 3 gute Trainingsfahrten mit sehr weichen Schneebedingungen hinter mir, bevor die Qualifikation für uns Frauen startete. Die Qualifikation misslang mir aber gründlich und ich everyrestaurantinthecity.com war froh, everyrestaurantinthecity.com war en am Weltcupfinale so wenig Frauen am Start. Mit einem 16 Qualifikationsplatz stieg ich ins Rennen ein. Die Strecke präsentierte sich um einiges schneller und wir mussten unsere Fahrweisen den Geschwindigkeiten anpassen. Das Training verlief für mich nicht problemlos, ich hatte aber ein super Gefühl auf dem Brett und war mir sicher, dass es bis ins Halbfinale reichen wird. Leider wurde erneut nichts daraus, die volle Heatanzahl zu fahren. Ein 19. Platz zum Saisonabschluss, war eigentlich so gar nicht das, was ich mir ausgemalt hatte. Schlussendlich erreichte ich den 21. Gesamtrang im Weltcup und weiss meine gemachten Fortschritte je länger desto besser einzusetzen. Nun kann der Sommer kommen, der kurze Abstecher ans Meer in Malaga, war schon eine wunderbare Abwechslung!!!IMG_0952

Bis bald, Sandra

À la prochaine

Letzte Woche fand ein weiterer Heim-Weltcup in Veysonnaz statt. Der Kurs war schnell, hatte einen technischen Start, nicht viele Richtungsänderungen und eine interessante Schlussgerade zu bieten
IMG_0827IMG_0829.IMG_0826Am Donnerstag fand ich nur langsam in den Trainingsmodus, meinen Körperschwerpunkt zu senken fiel mir erneut nicht leicht und die ersten beiden Trainingsläufe fuhr ich in meinem „alten Schema“ völlig aufgerichtet. Bis und mit meinem 5. Lauf konnte ich mich dann wieder in meine neue Position zurückversetzen und es klappte schon gar nicht schlecht.
Am Freitag war die Qualifikation angesagt. Die zwei Trainingsläufe davor startete ich beide Male in einem kleinen Heat mit zwei anderen Frauen zusammen. laxativesloseweight.com Da es ein bisschen schneller war, als am Tag zuvor, brachte ich leider keinen Lauf über die Mitte des Kurses hinaus. Ich war nicht bereit gewesen zu Beginn des Trainings meine Bewegungsgeschwindigkeit der Geschwindigkeit unserer Fahrt nach unten anzupassen. So stand ich vor meinem Qualifikationslauf im Gate und wusste genau, dass der unterste Teil des Kurses anders zu fahren sein würde als am Vortag, jedoch wusste ich leider nicht wie. Diese kleine Unsicherheit zeigte sich bei mir sofort und ich baute dadurch drei kleine Kurven in die technische Startgerade ein. Realisierend, dass wenn ich meine Qualifikation so herunterfahren würde, nicht das Resultat dabei herausschaut, welches ich anstrebte gab ich nach dem Start Gas. Ich passierte den Double und auch den Sprung, die mir in den Läufen vorher zum Verhängnis wurden, problemlos und kam mit unerwartet viel Speed auf die letzte Bank zu. Bei der Einfahrt der Bank gingen mir in einem Bruchteil einer Sekunde so viele Bilder und Fragen durch den Kopf, dass ich mein Brett schon quer gestellt hatte, bevor ich es überhaupt bemerkte. Im Nachhinein stellte sich dies jedoch als gute Variante heraus und ich konnte dank meinem 12. Platz in der Qualifikation schon früh die Rückreise in den Wachsraum antreten, um meine Bretter  fürs Rennen auf Vordermann zu bringen.
Der Renntag ist leider ein weiteres Mal schnell erzählt. À la prochaine, lautet es für mich erneut, denn erneut ist mein Rennen nach dem ¼ Final vorbei. Erneut war ich bis Mitte des Kurses gut dabei. Ich erwischte einen relativ guten Start und konnte mich hinter Eva Samkova in den Windschatten stellen. Aber eine weitere Fahrerin stellte sich hinter uns zwei so geschickt in den Windschatten, dass sie mich nach der langen Gerade auf dem zweiten Sprung überholen konnte. Ich fühlte mich sofort ein bisschen bedrängt, fiel erneut ins „alte Sandra-Schema“ zurück, flog völlig gestreckt über den Sprung, stand bei der Landung ein bisschen zu stark auf die Kante, musste korrigieren um das nächste Tor richtig zu passieren und schnitt damit der Fahrerin hinter mir den Weg ab, welche in mich hinein fuhr und uns beide zum Stillstand brachte.
Erneut, erneut, erneut…. Erneut war’s nicht das Endresultat, welches ich mir erhoffte und erneut muss ich sagen; das nächste Mal klappt es. Aber im Endeffekt motiviert es mich nur, noch härter an mir zu arbeiten um früher oder später all meine unvorteilhaften Bewegungsabläufe hinter mir zu lassen und vor allem eines; noch schneller zu snowboarden!
Am Sonntag stand dann noch der Teamevent an, welchen ich mit Simona Meiler bestritt. Leider unterlief mir auch hier als zweite Fahrerin, an dritter Stelle liegend, ein so gravierender Fehler, dass unsere Chancen auf eine Finalteilnahme dahin waren. Mit meinem letzten Lauf, dem kleinen Finale, konnte ich mich dann aber zum Schluss wieder mit dem Kurs versöhnen und es resultierte ein sechster Rang.

Nun bin ich schon beinahe im Frühling angekommen, das Weltcup-Finale findet diesen Mittwoch und Donnerstag in der Sierra Nevada in Spanien statt.

Ich werde mich schon bald aus Spanien melden, Sandra

manchmal geht’s schnell…

Nach der Anreise am Dienstag nach Arosa und einem kleinen Test am Mittwoch ob ich mit meinem Fuss auch wirklich snowboarden kann, freute ich mich immens auf das erste Heimrennen. Am Trainingstag konnte ich mich von Trainingslauf zu Trainingslauf steigern. Nachdem ich im ersten Lauf noch einen filmreifen Abflug zeigte, wusste ich gegen Ende des Trainings, dass der Kurs mir liegt.
Der Qualitag gestaltete sich dann von meinem Gefühl her ein bisschen anders. Irgendwie erreichte ich nicht ganz mein Level vom Vortag. Zudem schmerzte auch mein Ellenbogen wieder stärker und ich wollte einfach nur eine gute Qualifikation zeigen und mich ins Hotel erholen gehen. Ich erreichte einen starken 11. Qualifikationsrang indem ich zum Schluss des Tages doch wieder einen guten Lauf zeigen konnte.
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Das Training vor den Heats machte wahnsinnig Spass. Zwar schaffte ich es nie, die Startgerade wirklich schnell zu fahren, doch gaben mir meine, im restlichen Kurs, geglückten Überholmanöver Mut für die späteren Heats. Leider erwischte ich auch in meinem Heat die Startgerade nicht wirklich gut und wusste, ab der ersten Bank muss ich unbedingt angreifen. In der ersten Bank wurde es dann auch ziemlich eng und eine französische Gegnerin stürzte nachdem sie mir übers Brett gefahren war. Auf der ersten Traverse konnte ich meinen Abstand verringern und nach der zweiten Bank war ich an der dritten dran. Obwohl mir mein Coach das Überholen in der dritten Bank nicht unbedingt empfohlen hatte, kam ich mit soviel mehr Tempo in diese Passage, dass ich das Gefühl hatte, es könnte doch reichen. Die starke tschechische Fahrerin vor mir erkannte aber mein Vorhaben, sie innen durch überholen zu wollen und schnitt mir den Weg ab. So hatte auch ich plötzlich ein zweites Brett unter meinen Füssen und konnte mit dieser Tatsache nicht umgehen. Kurz danach fand ich mich am Boden wieder, sah wie mich die fünfte und sechste überholte und wusste, dieses Rennen ist für mich beendet.

Die Enttäuschung war erneut gross und ich musste lange nach positiven Punkten suchen. Klar ist; es fehlt mir momentan nicht wahnsinnig viel um mit den stärksten mitzuhalten, es fehlt einfach noch viel Erfahrung…

Also los, weiter geht’s! Schon morgen werde ich nach Veysonnaz reisen um dort erneut alles zu geben. 

Bis bald, Sandra

Die Saison im Endspurt

Nach meiner persönlichen Niederlage in Sochi, musste ich mich die letzten zwei Wochen zu Hause erholen und pflegen lassen. Nach diversen Abklärungen bei den Ärzten erhielt ich relativ gute News. Die Bänder imFussgelenk sollen maximal angerissen,der Ellbogen soll sogar nur geprellt sein. Nichts desto trotz konnte ich wirkliche Trainingseinheiten vergessen. Die erste Woche musste ich insbesondere mit Hochlagern meines angeschlagenen Fusses verbringen. Eine Woche nach dem Unfall konnte ich mich aber endgültig nicht mehr still halten und habe wieder angefangen mit Velo fahren, Übungen zur Fussstabilisation und vor allem mit Rumpfkrafttraining. Etliche, für mich eher langweilige, Trainingseinheiten gestalteten den Alltag meiner letzten 10 Tage.Velo fahrenRumpf-&Stabilisationstraining
Nun bin ich aber auf dem Weg nach Arosa um endlich wieder zu snowboarden. Die kommenden drei Wochen geht’s noch mal rund zu und her auf unserer Weltcuptour. Zuerst Arosa, dann Veysonnaz und von den Heimrennen weiter in die Sierra Nevada.

Wer Lust und Zeit hat, mich mal Live an einem Wettkampf zu unterstützen und zu verfolgen, der kann dies in den nächsten beiden Wochen mehrmals tun:

Freitag, 08.03.13, Qualifikation in Arosa
Samstag, 09.03.13, Finals in Arosa
Freitag, 15.03.13, Qualifikation in Veysonnaz
Samstag, 16.03.13, Finals in Veysonnaz
Sonntag, 17.03.13, Teamevent in Veysonnaz

Endspurt ahoi
Sandra

Alle guten Dinge sind 3!

Sochi BobbahnLetztes Jahr sind wir auf Grund ungültiger Visa’s schon in Zürich von unserer Reise nach Sochi abgehalten worden. Ich wollte unbedingt nach Russland reisen, unbedingt wollte ich mir die Chance aufrechterhalten in die Top3 im Gesamtklassement des Europa Cups fahren zu können, doch es sollte nicht sein. Wir blieben zuhause, da unsere Fluggesellschaft unsere Flüge nur “scheinbar” umgebucht hatte!
Doch dieses Jahr sollte alles anders werden. Das richtige Visa sollte uns zum Einen die Einreise ermöglichen andereseits hatten wir ab Zürich ein Charterflugzeug, welches uns die gesamte Reise vereinfachen sollte. Von Zürich bis nach Sochi weiter nach Rosa Kuthor klappte dieses Jahr alles einwandfrei.
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In Rosa Kuthor, wo wir unser Hotel bezogen haben, entsteht so langsam ein kleines Dörfchen, nahe den Bergbahnen die uns ins Skigebiet bringen. Vieles ist aber noch nicht fertig, es gibt sehr viele Baustellen und vieles funktioniert noch nicht ganz so wie es sollte. Auf dem Berg hat man ein sehr eindrückliche Aussicht über ein gewaltiges Bergmassiv, welches man unten im Dorf Rosa Kuthor nicht einmal erahnen könnte. Wunderschön ist die Aussicht, schön sind auch die “Schweizergondeln” ein bisschen weniger schön sind die Schneeverhältnisse die wir antrafen. Mit frühlingshafteren Bedingungen und weniger Schnee wäre ein Rennen nicht möglich gewesen. Und auf unser Rennen hin hatte es sogar noch Regen gemeldet.
Sochi Rosa KuthorSochi Rosa KuthorGestern stand dann endlich unser erstes Training an. Es war warm, der Schnee war sehr weich und der Kurs der uns präsentiert wurde war der absolute Hammer. Keine Pause erlaubt uns der Kurs, immer passiert irgendetwas und dazu hat es riesige Kicker mit super schönen Airtimes. Dies stell ich mir auf alle Fälle so vor, denn für mich war gestern nach der Inspection und einem halben Lauf fertig. Ich bin bei einem, eigentlich einfachen Element, so dumm gestürzt, dass ich mir meinen linken Fuss und den rechten Ellenbogen angeknackst habe. Das Training war für mich danach zu Ende, mit der Hoffnung genug Pause zu erhalten, um heute die Qualifikation fahren zu können. Leider stehen für mich die Sterne in Sochi anscheinend nicht all zu gut und ich musste mein Rennen auf Grund zu grosser Schmerzen schon nach der heutigen Inspection aufgeben. Sochi arround Boardercross         Sochi Finisharea         Sochi Olympic Village
Riesig ist der Frust und die Enttäuschung, nach meinen zuletzt guten Rennen ist es für mich ein enormer Dämpfer hier in Sochi. Aber wies der Titel meines Eintrages schon sagt; alle guten Dinge sind 3, und so werde ich alles dafür geben, dass ich ein drittes Mal die Reise nach Sochi planen kann. Und wie das Rennen in einem Jahr dann ausgehen wird, dass steht noch in den Sternen geschrieben…

bis bald, Sandra

Zwischenstopp Zuhause

Nach dreienhalb Wochen unterwegs, bin ich momentan kurze Zeit Zuhause.

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Der Weltcup in BlueMountain verlief für mich sehr zufriedenstellend. Nach der Qualifikation befand ich mich auf dem 13. Rang. Dies war sowohl das Eintrittsticket in die Finals als auch die Bestätigung für die vielen Fortschritte die ich in letzter Zeit gemacht habe. Zwei Tage zuvor bezeichnete ich den Kurs noch als “Kurs meiner Defizite”. Am Tag der Qualifikation erwischte ich einen guten Tag und dachte nicht, dass dieser noch zu Übertreffen sein wird. Doch schon die Trainings vor den Finals verliefen super, der Kurs war ein bisschen schneller als an den Tagen zuvor und gewisse Passagen lagen mir dadurch eher besser.

In meinem Heat traf ich auf Dominique Maltais, Alexandra Jekova und Zoé Gillings, was einem ziemlich starken Heat entsprach. Ich konnte mich von Beginn weg an dritter Stelle festsetzen, war aber leider nicht fähig die ersten zwei wirklich zu attackieren. Ich beendete meinen Heat an dritter Stelle, was im Schlussklassement einem 12. Rang entsprach. Dies ist bis anhin mein bestes Ergebnis im Weltcup und entspricht einem guten Endresultat für mich!

Nächsten Dienstag versuche ich nun ein weiteres Mal nach Sochi zu gelangen um dort am Weltcup nächstes Wochenende teilzunehmen.

bis bald, Sandra               IMG_0354

Die blauen Berge in Blue Mountain

Seit vorgestern sind wir hier in Collingwood einquartiert um heute und morgen den
Weltcup in Blue Mountain zu bestreiten.

Als wir ankamen, wurden die blauen Berge ihrem Namen immerhin halbwegs gerecht. Berge findet man hier keine, aber es regnete zur Abwechslung und war relativ warm. Gestern hatten wir Training, zum Glück ohne Regen, dafür mit ziemlich viel Wind. Heute dann die Qualifikation und mit den Eisflächen, welche es in unserem Kurs hatte, sind wir wieder bei den blauen Bergen angekommen.

Mir gelangen sowohl gestern als auch heute gute Trainingsläufe, obwohl der Kurs eigentlich gar nicht so meinem “Gusto” entspricht! Der dreizehnte Rang nach der Qualifikation spiegelt die Fortschritte wieder, welche ich in den letzten paar Monaten gemacht habe.

Yeah, ein weiteres Mal im Weltcup die Quali geschafft und parat für die Finals. Wer die Daumen drücken möchte; so ab 18:00 Schweizerzeit wäre es sehr Willkommen… Zudem wird auf erneut auf Eurosport2 um 23:00 Uhr eine Zusammenfassung ausgestrahlt!

Sandra

BlueMountain StartBlueMountain Kurs

Meine erste WM – der Rückblick am Tag danach

Mein erster Grossanlass gehört nun auch schon der Vergangenheit an… wer mir aber vor 4, vielleicht 2 Jahren, vielleicht aber auch erst letzten Frühling gesagt hätte, dass ich 2013 an die WM reisen werde, dem hätte ich wohl geantwortet er habe nicht alle Tassen im Schrank!! Und nun ist es Tatsache, für mich allerdings eine enttäuschende Tatsache….

In der Woche vor der WM habe ich mir in Copper beim trainieren auf dem Kurs bei einem blöden Sturz die Hüfte geprellt und die linke Schulter leicht angeknackst. Die Voraussetzungen waren also nicht übermässig gut. Ich kam aber mit einer guten Einstellung an die WM, ich wollte unbedingt die Finals erreichen. Nach dem ersten Trainingstag wusste ich, auf diesem Kurs kann für mich viel drin liegen. Trotzdem war ich vor der Qualifikation eher übermässig nervös, nicht weil es die WM war, sondern eher weil ich mir meinem Ziel so bewusst war. Als nach meinem, nicht wirklich geglückten Zieleinlauf, wirklich die 10 aufleuchtete, hatte ich für mich schon einen kleinen Sieg errungen.

Während unserem Pausentag, formulierte ich für mich neue Ziele, da sich meine Ausgangslage mit einem 10. Rang in der Qualifikation doch leicht verändert hatte. Mein primäres Ziel war es die Startgerade als eine der besten 3 in meinem Heat zu beenden und dann den Lauf runter zu bringen. Ich wollte unbedingt in das 1/2 Finale.

Gestern nun stand ich auf dem Berg und wollte genau das abrufen, was ich die letzten 36 Stunden im Kopf- Lauf für Lauf- in meinen Visualisierungen durchgegangen bin. Die Trainings verliefen einigermassen gut und ich hatte genügend Zeit vor meinem Heat um alle wichtigen Punkte noch einmal durchzugehen. Und plötzlich stand ich im Gate, ohne übermässig nervös zu sein und bereit, dass zu zeigen was ich kann. Der Start gelang mir auch ziemlich gut und ich war nach den ersten beiden Kickern dabei. Der dritte Kicker erwischte ich dann nicht all zu gut, so das ich wirklich Gas geben musste um die Startgerade mindestens noch als 3. zu passieren. Dies gelang mir dann sogar erstaunlich gut und bis in die dritte Bank war ich dann, auf Höhe der zweiten, sehr gut unterwegs. Nur leider passierte mir in der dritten Bank ein Fehler. Eine zu tiefe Linie, weil ich nicht bereit war meine Linie gegenüber der zweiten zu verteidigen, führte dazu, dass mir ein weiters mal meine noch nicht ganz ausgereiften technischen Fähigkeiten zum Verhängnis wurden. “Abgehockt” und weg war die Hoffnung den 1/2 Final zu erreichen und da war die Enttäuschung ein weiteres mal wegen einem “typischen Sandra-Fehler” nicht reüssieren zu können.

Es bleibt aber nicht gross Zeit Trübsal zu blasen, sondern nächste Woche steht schon der nächste Weltcup in Blue Mountain an. Und somit werde ich eine weitere Chance erhalten, dass neu erlernte zu zeigen…

Merci an alle die mit mir mitgefiebert haben, die am Samstag Abend vor dem Fernseher gesessen sind oder auch nur an mich gedacht haben, MERCI VIU MAU!!!

Bis bald, Sandra

DIE QUALIFIKATION

Drop in

Endlich war es soweit und wir konnten uns mal wieder mit allen anderen in einem Kurs messen. Heute stand die Qualifikation für die World Championship in Stoneham auf dem Programm. Nach einem guten Monat ohne Wettkampf eine sehr willkommene Abwechslung.

Schon als wir in Stoneham ankamen, bemerkten wir den feinen Luftzug der uns die Kälte ins Gesicht blies. Als wir dann noch die Jungs sahen, welche gewisse Hindernisse  dank dem Wind nur halbwegs “überwinden” konnten, wussten wir, dies wird eine spannende Angelegenheit für uns Mädels. Dazu kam, dass die Temperatur nicht viel über -30 Grad Celsius anzusteigen vermochte.        Doch dies alles konnte uns nicht davon abhalten…

Meine beiden Trainingsläufe vor der Qualifikation verliefen nicht sonderlich gut. Beide Male musste ich beim zweitletzten Sprung den Lauf abbrechen, da ich zu wenig schnell unterwegs war. Ohne die letzte Passage einmal mit Fullspeed gefahren zu sein stieg ich also in die Qualifikation ein. Die Startgerade mit den sechs Sprüngen gelang mir sehr gut. Doch ab da fehlte mir immer wieder ein bisschen Bewegung in meinen Beinen und dadurch auch Tempo. Trotzdem gelang es mir auch den zweitletzten Sprung zu passieren und die letzte Passage des Kurses zu erreichen. Mein Wille in diesem Lauf auch das Ziel zu erreichen, war glücklicherweise so gross, dass mich auch ein grosser “Schnitzer”, bei den letzten fünf Rollers, nicht ganz aus dem Gleichgewicht bringen konnte.

© FIS/Oliver Kraus Foto 2013 Snowboard World Championships © FIS/Oliver Kraus

Im Ziel leuchtete für mich eine nicht wahnsinnig schnelle Zeit auf, mit der ich aber einen guten 10. Rang erreichte. So konnte ich nach dem ersten Qualifikationslauf, müde aber glücklich, ins Restaurant mich aufwärmen gehen.

Weiter geht’s nun am Samstag mit den Finals! wooooooohoooooooo…..

SANDRA

Training in Stoneham

Woooooow…die sechs Sprünge, welche die Startsektion bietet sind zum fahren ja wohl der HAMMER! :D

Auch wenn mir einzelne Passagen im Kurs noch nicht ganz so gelungen sind, wie ich es mir vorstelle, bin ich mit meinem Trainingstag heute zufrieden. Bei erneut knappen -30 Grad Celsius und demnach eingefrorenen Zehen mussten wir alle ans Limit gehen. Morgen ist nun die Qualifikation angesagt, also los Daumen drücken, gerne so ab 19:30 Uhr Schweizer Zeit.