Korea update – VIVA ESPANA 3.0

Genau acht Wochen ist es her, als ich gebrochenen Herzens, traurig und unzufrieden aus Amerika abreisen musste. Eineinhalb Jahre nach meinem Unfall, habe ich mich daran gewöhnt, dass nach zwei Schritten vorwärts wieder einer rückwärts geht.
Wunderbare Unterstützung in der erneut schwierigen Zeit bekam ich sowohl von meinem Arzt als auch dem gesamten Physioteam in Magglingen. Vielen Dank!
IMG_3368IMG_3400
Nun, acht Wochen danach, unternehme ich einen dritten Anlauf. Einen dritten Anlauf eventuell doch noch ins Renngeschehen dieser Saison einzugreifen. Die Zeit dazwischen habe ich hauptsächlich in der Reha verbracht. Abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Südkorea. In Südkorea, genauer in PyeongChang werden 2018 die nächsten olympischen Winterspiele stattfinden. Da ich den Testevent letzte Saison durch meine Verletzung verpasst habe, war es für mich immens wichtig, vor den OS einmal in Korea gewesen zu sein. Die Erfahrungen, welche ich in der Woche gemacht habe, werden mich ganz klar ins nächste Jahr begleiten.
IMG_3424IMG_3715IMG_3736
Heute jedoch, sitze ich in einem kleinen spanischen Ort, in einem spanischen Skigebiet, in einer Bar, wo der Cappuccino 1.60 Euro kostet und bereite mich darauf vor, erneut einen Schritt vorwärts zu machen. In la Molina bin ich schon zwei Weltcuprennen gefahren. Zu mehr als einer „Hass-Liebes-Beziehung“ hat es bis anhin nicht gereicht. Im Normalfall spielt hier in den Pyrenäen das Wetter verrückt, der Kurs ist Maximal etwas zwischen einem Europacup und einem Weltcup und zum Morgenessen gibt es hauptsächlich Süsses. Trotzdem habe ich hier mit einem siebten Rang mein zweit Bestes Karriereresultat erreicht. Ich habe mir in la Molina den 6. Rang im Weltcupgesamtklassement in der Saison 2015/16 gesichert. Und wenn die spanische Sonne scheint sind alle Sorgen vergessen.
IMG_3838 IMG_3841
Ironischerweise bin ich auch mein letztes Weltcuprennen vor zwei Rennen genau hier in la Molina gefahren. Also ein guter Zeitpunkt um wieder einzusteigen. Drückt mir die Daumen, dass das Sprichwort; „Alle guten Dinge sind drei!“ wirklich zu trifft. Ich melde mich mit Neuigkeiten…

eure Sandra

heartbroken, sad, unsatisfied…

Diese Wörter passen in etwa am Besten zu alle dem was ich in den letzten Wochen erlebte. Zwischendruch war ich kurz sehr optimistisch, dass es in Amerika endlich mit meinen Wiedereinstieg in den Weltcup klappen könnte. Sehr zufriedenstellende Trainings auf dem Glacier 3000 in les Diablerets führten dazu,dass ich mit einem guten Gefühl über den “Teich” ins Reich der unbegrenzten Möglichkeiten reiste. Eine Woche relativ gutes Training mit übermässig viel Schnee und guter  Gastfreundschaft im ISTC-Haus (das Haus des amerikanischen Teams, bei dem  Unterschlupf fand,bis das Schweizer Team anreiste)  machten mir Freude. Schon fast überschwänglich war ich…

Und dann kam der Schritt zurück…. Nach 15 Monaten auf und ab, bin ich mir diesen Schritt zurück, welcher meistens nach zwei-drei Schritten vorwärts ansteht, ja schon fast gewohnt. Nur diesmal war es schlimmer. Die frühzeitige Heimreise aus Amerika war  unumgänglich, den Start im Weltcup musste ich erneut herausschieben, nach der Besichtigung hiess es für mich Bibnummer abgeben und Flug umbuchen…

Gebrochenen Herzens, traurig und unzufrieden stand ich wieder bei meinem Arzt auf der Matte. Kontrolltermine, das Wissen drum, dass es meinem Fussgelenk eigentlich (nach nur 4 Monaten seit der letzten Operation) ziemlich gut geht und aufbauende Worte halfen alles nichts. Es bleibt mir nichts anderes übrig als meine Rückkehr weiter hinaus zu schieben.
I hit rock bottom. Was wohl soviel heisst, wie; “nach einer hoffentlichen kurzen Auszeit kann es nur noch aufwärts gehen”.

Im normalen Leben heisst es ja eigentlich “geteiltes Leid ist halbes Leid”. Nur da hilft wohl alles nichts und auch nicht, dass sich mein Teamgspähndli einen Tag nach meiner Abreise in Amerika den Fuss gebrochen hat… (du hättest auch was sagen können,Simona, ich hätte dann auf dich gewartet!)  Zu sagen bleibt mir nur, was mir auch alle sagen; schnelle und gute Besserung, Kopf hoch und lass dich nicht unterkriegen meine Liebe!!!

Bis bald eure Sandra

2017 kann ruhig kommen! 2016 hat mich abgehärtet!!!

Nach langer Abwesenheit, werde ich mir ab jetzt wieder ein bisschen mehr Mühe geben, meine Homepage up to date zu halten. (Gäuet, Herr Oppliger!)

Das vergangene Jahr, war ein sehr schwieriges für mich. Irgendwo auf den Socialmedia-Plattformen habe ich den Titel dieses News-Beitrages gelesen, welcher für mich sehr gut zutrifft. Seit meinem Unfall im Off-Snow Training vor etwas mehr als einem Jahr, fehlten mir die Wettkämpfe, meine “Arbeit”, die Auseinandersetzungen mit meinen Kontrahenten, die wunderschönen Wintertage in den Bergen und natürlich auch all die Reisen, die Leute vom Weltcupzirkus und so vieles anderes mehr, was mein wunderbares Sportlerleben mit sich bringt. Als Leistungssportlerin setze ich mir Ziele, stelle Anforderungen an mich selbst und an andere, habe Wünsche. All dies stand in den letzten 13 Monaten Kopf.

Auch jetzt ist es immer noch ein Prozess des Zurückkommens, aber nach einer dritten Operation im September bin ich vorsichtig optimistisch und habe grünes Licht von den Ärzten. Vorsichtig optimistisch bin ich vor allem deshalb, weil mir die wichtigsten Vorbereitungstage auf Grund der letzten Operation fehlen. Die Tage, welche ich seit November 2015 beim trainieren im Kurs verbracht habe, sind an einer Hand abzählbar.
Trotz klar dezimierten Erwartungen an meine Leistungen und die Resultate, will ich den anstehenden Weltcup im Montafon unbedingt machen. Vor allem um an qualitativ gute Trainingstage auf einem super Kurs zu kommen, aber natürlich auch um mir Zeit zu geben in den “Alltags-Boardercross-Wettkampf-Trott” (insofern es diesen gibt…:)) zurück zu finden . Der Lernprozess ist nicht zu Ende und ich hoffe schnell wieder zu meinen alten Stärken zu finden, aber gebt mir ein bisschen Zeit, ich versuch’s auch…

Wer ein paar Minuten Zeit findet, am Freitag 16.12.2016 könnt ihr auf ORF1 um 15:00 verfolgen, wie das ganze für mich ausgehen wird…

IMG_9885

neblige Grüsse von der Reise nach Montafon und bis bald,
eure Sandra

Australien 2016

Die langherbeigesehnte wunderbare Wettkampfluft, welche ich so sehr vermisst habe, ist unvergleichbar mit allen anderen Erlebnisse der letzten Monate und doch bittersüss im Abgang…

Vier Wochen verbrachte ich in Australien. Habe zum ersten Mal ein frei herumhüpfendes Känguru gesehen und es gefüttert, Pinguine beobachtet wie sie zu hunderten beim Eindunkeln an Land watscheln, viele gute Kaffees getrunken und x-mal nachfragen müssen, von was gerade die Rede ist, da die australische Sprache nicht wirklich mit Englisch gleichzusetzen ist. Aber dies sind für mich eher die unspektakulären Nebeneffekte meiner Reise nach Down Under.

image image

Mein amerikanisches Privatteam, mit welchem ich in Australien unterwegs war, hat mich in einem Zustand voller Vorfreude in Melbourne am Flughafen aufgepickt. Die Vorfreude auf gute Tage auf dem Schnee, anstrengende Trainings, den Adrenalinkick beim erstmaligen Kicker springen und insbesondere das Boardercross fahren. Wie habe ich doch die Herausforderung vermisst, einen Boardercross möglichst schnell absolvieren zu können. Wie haben mir die Auseinandersetzungen mit mir selbst gefehlt, wenn ich oben am Start stehend, realisiere, dass ich gar nicht sicher bin, ob das wirklich alles so funktioniert wie ich es gern hätte. Und besser hätte meine Vorfreude nicht umgesetzt werden können.

image

Es funktioniert alles ziemlich gut und ich bin sehr happy wieder zurück auf dem Snowboard zu sein. Meine ersten beiden Rennen reflektieren ziemlich genau wo ich stehe. Zufrieden oder nicht, erreichte ich einen vierten und einen zweiten Schlussrang in den zwei Rennen die durchgeführt wurden. Die Resultate waren aber für einmal nicht das was zählte bei diesen Wettkämpfen, sondern das einzige wichtige ist mein Gefühl auf dem Snowboard, mein Gefühl zurück im Wettkampf. Und ich kann getrost sagen; I’M BACK!

Auch wenn der Weg noch lang sein wird und weiterhin mit vielen kleineren und grösseren Hindernissen versehen sein wird, gelang es mir in Australien Vertrauen aufzubauen, in mein „neues“ Fussgelenk, in meine Snowboardskills und in meine neu gewonnene mentale Stärke…

Pünktlich aufs Eidgenössische Schwing- und Älplerfest bin ich letzte Woche wieder zu Hause angekommen. Winter zu Sommer in 24 Stunden. Jetzt hoffe ich nur noch, dass auch mein Boardbag, welcher ziemlich sicher in Bangkok liegengeblieben ist, den Weg zurück zu mir findet. Nun warten drei Monate auf den einheimischen und österreichischen Gletschern, bevor ich endlich wieder an einem Weltcup teilnehmen werde. Die Vorfreude ist schon jetzt unbeschreiblich gross…

Bis bald, eure Sandra       image

Ä Winter lang hani uf’d Sunne planget….

“Ä Winter lang hani uf d’Sunne planget, ha am Schnee d’Schoud gä drfür, dass mis Lache irgendwo i de Wouche hanget u dr Wäg nümm fingt zu mir.
S’isch Früelig worde, aber nüt isch gscheh, ha scho gmeint i wärdis nie meh gseh, dass d’Sunne wider mau abe schiint uf mi…” u de bini ga Snowboarde gsi!!!

 IMG_9393 IMG_9413

Der oben zitierte Liedtext vom Schweizer Sänger Gölä hat mich in diesem Winter immer wieder eingeholt. Ein Winter der für mich miserabel war, weil mir alle die wunderbaren Tage auf dem Snowboard, die Gefühlsachterbahnen bei den Wettkämpfen und auch die ruhigen Stunden in der wunderbaren  Schweizer Bergwelt fehlten. Dies hinterliess Spuren in meinem doch sonst so fröhlichen Gemüt…

IMG_9363IMG_9206

Auch wenn ich den Winter im beschaulichen Magglingen, in Bali und Zuhause verbrachte, fehlte es mir doch, mein geliebtes Snowboard unter die Füsse schnallen zu können und die Pisten unsicher zu machen. Nach meiner zweiten Operation Ende März war nochmals ein bisschen Vorsicht geboten, die Bewegungsfreiheit erneut ein kleinwenig eingeschränkt, doch seit Mitte Mai bin ich wieder auf “beiden Beinen” im Leben unterwegs. Und endlich auch wieder auf dem Snowboard.  Meine Vorbereitung sieht dieses Jahr komplett anders aus. Da ich den ganzen Winter über im Kraftraum trainiert habe, meine Reha akribisch verfolgte und alles dafür tat, mein liebes Fussgelenk wieder belastbar hin zu bekommen, werde ich nun im Sommer viel mehr auf dem Schnee anzutreffen sein. Je eine Woche Schneetraining im Kaunertal, in Hintertux und in les deux Alpes habe ich schon hinter mir und diese stimmen mich durchaus positiv für die nächste Winter-Saison.
Im Juli wartet nun vorerst erneut ein kurzer, aber intensiver “Kondiblock” auf mich, bevor ich mich im August wahrscheinlich auf den Weg machen werde, seit langer Zeit, wieder ein bisschen Wettkampfluft zu schnuppern…

bis bald, Sandra.                                                  image

Restart

Normalerweise schreibe ich hier am Ende der Saison einen kleinen Rückblick, was mich während meiner Wettkampfsaison alles beschäftigt hat, wo ich überall war, wie ich mit allem zufrieden bin und wohin es mich als nächstes zieht.

Dieses Jahr gibt es bezüglich Saisonrückblick nicht all zu viel zu schreiben. Mit meiner Verletzung kurz vor Saisonbeginn, hatte ich nicht die Möglichkeit wirklich grosse Sprünge zu machen. Ich verbrachte die meiste Zeit zwischen Dezember und April in den jurassischen Nebelschwaden in Magglingen. Dabei wurde ich wunderbar betreut vom ganzen “SwissOlympicMedicalCenter-Team” und natürlich auch meiner Trainierin. Ich habe die strenge Zeit in Magglingen trotzdem sehr geniessen können und auch schnelle Fortschritte machen können, so dass nun nach sechs Monaten einer Wiederaufnahme des Schneetrainings nichts mehr im Weg steht. Ich freue mich darauf ab nächster Woche endlich wieder trainingsmässig auf meinem geliebten Snowboard zu stehen und nicht nur fünf Fahrten machen zu können und den Rest des Tages im Liegestuhl zu verbringen.

Kaunertal – ahoi!!!

Auf bald irgendwo auf einem der hiesigen Gletscher oder auf derer unserer Nachbarn!

Wäre, hätte, könnte…

Nun den Konjunktiv II der deutschen Sprache verwenden wir hauptsächlich dann, wenn wir unsere Wünsche und unsere Vorstellungen zum Ausdruck bringen, welche momentan nicht realisierbar sind. Mein grösster Wunsch gerade jetzt wäre mich in Aspen, Colorado aufzuhalten und morgen an den X-Games teilzunehmen. Wäre, hätte und könnte treffen aber leider bei mir nicht zu, da ich meine Snowboardsaison schon Mitte November, durch meinen Wadenbeinbruch und den Riss der Syndesmose am rechten Knöchel, für beendet erklären musste.

IMG_7374

Die X-Games habe ich also schon früh gestrichen, dafür verbringe ich momentan mehrere Wochen in der Reha in Magglingen. Dort steht zum einen die Beweglichkeit und die Belastbarkeit meines Fussgelenkes auf dem Programm, andererseits arbeite ich an meiner Fitness. Ein mal am Tag gehe ich in die Physio und mit den zusätzlichen Trainingseinheiten sind die Tage auch in Magglingen eher kurz. Glücklicherweise konnte ich mich sofort mit meiner jetzigen Situation abfinden und trotzdem werde ich immer noch ein bisschen wehmütig beim Gedanken die ganze Saison 2015/16 zu verpassen. Einen kleinen “Leckerbissen” musste also auch ich mir gönnen und so werde ich, entgegengesetzt alledem was ich mir gewohnt bin, vom Winter in den Sommer reisen und im Februar zwei Wochen in Südostasien verbringen. Bis dahin werde ich aber kaum auf der faulen Haut liegen, sondern schön brav meine Genesung vorantreiben und natürlich an meinen Schwächen arbeiten…

Also der Sommer kann kommen… aber für all jene, die genauso gerne, wie ich, Zeit in den Bergen verbringen, wünsche ich mir zuerst noch ein bisschen mehr Schnee…

Bis bald, Sandra

Cerro Catedral – Bariloche – Patagonien – Argentinien – Südamerika

IMG_6412
Beinahe den ganzen September verbrachte ich zur Vorbereitung in Argentinien. Die Zeit verging leider wie im Flug, doch wenigstens konnte ich von guten Schneebedingungen profitieren, enorme Fortschritte im technischen Bereich realisieren, die schöne Gegend rund um Bariloche geniessen und zudem kehrte ich mit einer neuen Vorliebe; jener des Rugby schauen nach Hause. HOPP Pumas!

IMG_6315IMG_6306IMG_6235IMG_6154IMG_6178IMG_6301

Die Zeit in Bariloche verging wie im Flug, weil wir eigentlich jeden Tag trainieren konnte. Im Vorfeld wurde mir mehrmals angedroht, dass die Wetterkapriolen im Süden Argentiniens dermassen gross sind, dass ich wahrscheinlich nicht viel auf dem Schnee trainieren werden kann. Doch mit dem Wetter hatten wir auf alle Fälle Glück. Alles war vorhanden; von sehr starken Winden, über mehr als einen halben Meter Neuschnee und die damit verbundenen ersten Powdertäge der Saison, wie Regen und Nebel, hin zum schönsten Wetter mit Sonnenschein. Nur wenige Tage war ich nicht am snowboarden, dies aber nicht wetterbedingt, sondern eher zu regenerativen Zwecken und um auch mal was, von der wunderschönen Gegend, in der ich mich die ganze Zeit aufhielt, sehen zu können.

IMG_6485  IMG_6641 IMG_6605

Die Trainings auf dem Schnee verliefen für mich super zufriedenstellend. Ich konnte profitieren von dem guten Kurs, welcher uns zur Verfügung stand, sowie einem zweiten Start. Die ersten paar Fahrten auf dem Boardercross waren noch ein bisschen zurückhaltend aber ich konnte mich von Tag zu Tag steigern und vor allem auch an meine neuen Materialien gewöhnen. Auf die intensive Zeit in Argentinien folgt nur eine bisschen ruhigere Zeit im Oktober. Ich werde viel am arbeiten sein, einzelne Tage wieder nach Saas Fee reisen und mein Trainingsniveau im Fitness erneut auf Vordermann bringen.

IMG_6193
bis bald, Sandra

Vorbereitung

Nun der letzte Beitrag ist schon wieder eine Weile her… wie immer, bin ich im Sommer eigentlich zu Hause, aber im Endeffekt bin ich genau soviel unterwegs wie im Winter. Mit Arbeiten und der ganzen physischen Vorbereitung bleibt mir eigentlich sogar eher weniger Zeit für irgendetwas anderes nebenbei. Die letzten Jahre sah die Vorbereitung für mich immer sehr ähnlich aus, neben den Konditrainings zu Hause oder in Magglingen, alleine oder mit dem Team, fand der grösste Teil des Schneetrainings mit dem Team  auf dem heimischen Gletscher in Saas Fee statt.

Heute ist’s anders. Dieses Jahr habe ich mir für die Vorbereitung  andere Ziele gesetzt. Beziehungsweise trotz meiner super Saison letztes Jahr wurde mir bewusst, dass ich noch enorm viel Verbesserungspotential im teschnischen Bereich habe. Ich habe mich deshalb entschieden, vieles auf eine Karte zu setzen, etwas zu riskieren und vor allem Geld in meine sportliche Zukunft zu investieren und trainiere nun die nächsten drei Monate alleine mit einem eigenen Trainer. Eins zu eins coaching ist was ganz neues, viel individueller, flexibler. Nach drei Wochen auf dem Schnee weiss ich nun, dass es sich lohnt, dass es aber auch seine eigenen Tücken birgt und vor allem mental sehr anstrengend sein kann.

Ich verbrachte nun meine ersten drei Wochen auf dem Schnee in Saas Fee. Die Schneebedingungen sind, nach einem so warmen Sommer wie wir ihn dieses Jahr hatten, eher prekär. Deshalb staune ich jedes Jahr wieder wie gut der Park und die Pisten in Saas Fee sind aber freue mich nun umso mehr über meinen kleinen Abstecher nach Argentinien…

ich werde mich schon bald wieder mit News melden, Sandra

Saisonrückblick 2014/15

Die Vorbereitungen für die Saison 2015/16 laufen bereits seit einiger Zeit auf Hochtouren und doch ist mir irgendwie entgangen, euch zu berichten wie denn meine letzte Saison gelaufen ist. Noch schlimmer; Ende Saison war ich dermassen im Stress, dass ich sogar vergessen habe euch von meiner drei Rennen dauernden Weltcupsaison zu berichten. Dies versuche ich nun bei sehr sommerlichen Temperaturen nachzuholen.IMG_4443
Wir starteten ziemlich verspätet in unsere Saison. Am 14. und 15. März hatten wir einen Doppelevent in Veysonnaz. Diese Strecke liegt mir ganz gut, man ist schnell, es gibt nicht all zu viele Richtungswechsel und die grösse der Elemente kombiniert mit der Schnelligkeit ist immer wieder beeindruckend. Ich durfte ein erstes Mal auch an einem Kurstesten teilnehmen. Da stieg die Nervosität noch mal ein bisschen an- wenn man nicht weiss ob es bei den Sprüngen denn auch wirklich in die Landung reicht. Ich absolvierte ein hervorragendes Kurstesten und auch die Trainings an den folgenden Tagen liefen überaus zufriedenstellend. Leider hatte ich dann im ersten Rennen einen Sturz im Halbfinale, woraus der 10. Schlussrang resultierte. Dies bedeutete die  Egalisierung meines Karrierebestresultates und mein drittes TopTen Ergebnis überhaupt. Eigentlich ein guter Saisonbeginn, wenn man nicht von Beginn weg Top-Leistungen erbringen sollte, da nur drei Rennen auf der  Wettkampfplanung standen. Ich war nicht zufrieden, wusste aber haargenau, was ich am nächsten Tag besser machen musste.IMG_4473
Ich konnte schon in den Trainingsläufen bessere Läufe zeigen. Nach der Qualifikation war ich auf dem guten vierten Rang platziert. Das Rennen verlief gut. Im Viertelfinale konnte ich mich an zweiter Stelle liegend für den Halbfinal qualifizieren. Dies gab mir den nötigen “Extraschub”, dass ich auch im Halbfinal gut aus dem Start raus kam und mich mit einem dritten Platz für meine erste Finalteilnahme aufdrängen konnte. Mein neuerlich bestes Weltcupresultat war mir schon auf sicher, doch ich wollte noch mehr. Ein erneut guter Start und ich war mittendrin, beziehungsweise ein bisschen hinter den Besten, denn am Schluss erreichte ich den guten vierten Rang. Super happy mit einem so guten Resultat und doch ein klein wenig traurig, konnte ich nicht schon meinen ersten Podestplatz feiern. Aber so ist es, das Leben als Spitzensportler, immer eine Gratwanderung.

Die Pause danach war kurz, denn schon am folgenden Wochenende war in la Molina, Spanien, das Weltcupfinale geplant. Die Schneebedingungen waren prekär und doch stand da ein guter Kurs. Das Training verlief ohne grosse Zwischenfälle ziemlich gut. In der Qualifaktion war dann ein gewisses an Wind vorhanden, wobei ich meine eher langsame Qualifikationszeit nicht dem Wind zuschreiben konnte. Die Quali schaffte ich als 10. wobei die Heats nur zu viert ausgetragen wurden. Am Renntag war dann ganz schlecht Wetter, Regen und starke Schneefälle wechselten sich ab, was dazu führte, dass man weder gross was sah, noch die nötige Geschwindigkeit hatte um die Elemente zu passieren. Bei einer sehr knappen Zieleinfahrt gelang mir erneut der Vorstoss in den Halbfinal. Mit einem siebten Rang musste ich mich schlussendlich vor allem gegenüber den schwierigen Bedingungen geschlagen geben. Ein sechster Rang im Gesamtweltcup übertrifft aber bei weitem meine Erwartungen für diesen Winter.IMG_4572
Wie gesagt befinde ich mich schon längers wieder im Aufbautraining für die nächste Saison. Ich habe ein paar Änderungen in meiner Trainingsplanung vorgenommen, aber von denen erzähl ich euch im nächsten Beitrag.  Die nächste Saison verspricht glücklicherweise ein paar Wettkämpfe mehr. Also werde ich noch härter an mir arbeiten, damit ich möglichst meine guten Resultate von diesem Winter werde bestätigen können…

Bis bald und geniesst den wunderbaren Sommeranfang

Sandra