Auf Wiedersehen Wintersaison – Hallo Frühling!

Vor schon fast zwei Wochen fand das letzte Weltcuprennen der Saison in La Molina statt. Die wunderbare Frühlingssonne in Spanien, verleitete dazu, die ganze Sache ein bisschen ruhiger angehen zu wollen. Nach dem ersten Trainingstag war ich mir jedoch bewusst, dass mit ein bisschen ruhiger, hier nichts zu holen ist. Das erste Training war sehr mühsam, durch so viele Unterbrüche und ewige Wartezeiten geprägt, dass die Lust Boardercross zu fahren ziemlich gebremst wurde. Am Qualitag funktionierte alles ein bisschen besser. Auch für mich, den am ersten Tag auf dem Kurs schaffte ich es nicht, alle Banks richtig zu fahren und habe öfters mal mein Bein geschont und bin nicht alle Kicker gefahren.
IMG_1257Seit langem das erste Mal erwischte ich aber keinen guten Qualilauf. Mit zwei drei groben Fehlern, lag nur knapp eine Zeit in den Top 16 drin und da nur 4er Heats ausgetragen wurde, musste ich einen zweiten Qualilauf absolvieren und zittern. Mit meinem zweiten Qualilauf war ich nochmals ein Zehntel langsamer. Unten im Ziel blieb mir nichts anderes übrig als zu warten und die Kontrahentinnen, welche vor mir platziert waren, durch zu zählen. Am Schluss resultierte der 15. Qualirang, zeitgleich mit einer Kanadierin.
IMG_1262IMG_1273
Ich war froh, hatte es trotz schlechtem Qualilauf in die Finals gereicht und wusste, dass ich erst am nächsten Tag, all mein Können auspacken musste. Ich fuhr ganz gute Trainingruns  am Finaltag und konnte meine schlechten Linien vom Vortag und die blöden Fehler wettmachen. Klar war, dass der Start in diesem Rennen entscheidend sein wird, da der Kurs wenig Gelegenheiten bot zum Überholen. Und deshalb scheiterte ich wieder an einer meiner momentan grössten Schwächen, dem Start. Von Beginn weg fuhr ich als vierte hinten nach, nach dem Start verlor ich zwar nicht mehr wirklich, konnte auch aufholen, es gelang mir aber bis hin zur Ziellinie nur ein Überholmanöver. So klassierte ich mich in meinem letzten Weltcuprennen der Saison auf dem 11. Schlussrang und es resultierte ein für mich guter 15. Gesamtrang im Weltcup. Somit werde ich auch die nächste Saison wieder im A-Kader in Angriff nehmen können.

Letztes Wochenende war ich dann an meinem zweitletzten Rennen der Saison. Ich machte mich am Samstag auf um in der Lenk am Europacupfinale teilzunehmen. Mir ging es vor allem darum gute Trainings zu zeigen, den Heimkurs zu geniessen und mit den Jungen aus der Region ein Rennen zu bestreiten. Gerne hätte ich natürlich auch gewonnen. Nach einer halben Stunde Training fuhren wir die Qualifikation. Mit meinem inkonsequentesten Lauf des Tages war ich nach der Quali vierte. Vor mir drei Französinnen, welche alle auch im Weltcup starten. Nach meinem Achtelfinallauf, mit einem schlechten Start und guten Überholmanöver, musste das Rennen wetterbedingt leider abgebrochen werden. Es hatte Nebel, regnete und windete stark. Der Rest des Rennens wurde auf Sonntag geschoben. Am Sonntag startete ich gut in den Tag und konnte mit den Jungs in den Trainingsheats gut mithalten. Das Viertelfinale gewann ich ohne grössere Probleme. Im stark besetzten Halbfinale hatte ich in Führung liegend eine kleine Rempelei mit einer Französin, verlor darauf hin Speed, wählte eine ungünstige Linie wobei ich nochmals in Berührung kam mit zwei Fahrerinnen und schlussendlich verlor ich, durch einen Kontakt in der Luft über den letzten Sprung, die Kontrolle und landete neben der Landung in einem „Schneegeröllhaufen“. Der Traum ein Europacup zu gewinnen war für dieses Wochenende ausgeträumt. Ich beendete mein Rennen schlussendlich auf dem 6. Rang, da ich mich auch im kleinen Finale noch einer Gegnerin geschlagen geben musste. Es war aber alles in allem, wobei das Wetter auszuschliessen ist, ein sehr gutes Wochenende. 

Nun wartet noch das letzte Rennen, die Schweizermeisterschaft am 06. April auf uns, welche nun definitiv in der Lenk stattfinden wird. Ich würde mich natürlich über ein paar bekannte Gesichter an der Seite unseres Kurses freuen….

bis bald, Sandra

Comments are closed.