Saisonrückblick 2014/15

Die Vorbereitungen für die Saison 2015/16 laufen bereits seit einiger Zeit auf Hochtouren und doch ist mir irgendwie entgangen, euch zu berichten wie denn meine letzte Saison gelaufen ist. Noch schlimmer; Ende Saison war ich dermassen im Stress, dass ich sogar vergessen habe euch von meiner drei Rennen dauernden Weltcupsaison zu berichten. Dies versuche ich nun bei sehr sommerlichen Temperaturen nachzuholen.IMG_4443
Wir starteten ziemlich verspätet in unsere Saison. Am 14. und 15. März hatten wir einen Doppelevent in Veysonnaz. Diese Strecke liegt mir ganz gut, man ist schnell, es gibt nicht all zu viele Richtungswechsel und die grösse der Elemente kombiniert mit der Schnelligkeit ist immer wieder beeindruckend. Ich durfte ein erstes Mal auch an einem Kurstesten teilnehmen. Da stieg die Nervosität noch mal ein bisschen an- wenn man nicht weiss ob es bei den Sprüngen denn auch wirklich in die Landung reicht. Ich absolvierte ein hervorragendes Kurstesten und auch die Trainings an den folgenden Tagen liefen überaus zufriedenstellend. Leider hatte ich dann im ersten Rennen einen Sturz im Halbfinale, woraus der 10. Schlussrang resultierte. Dies bedeutete die  Egalisierung meines Karrierebestresultates und mein drittes TopTen Ergebnis überhaupt. Eigentlich ein guter Saisonbeginn, wenn man nicht von Beginn weg Top-Leistungen erbringen sollte, da nur drei Rennen auf der  Wettkampfplanung standen. Ich war nicht zufrieden, wusste aber haargenau, was ich am nächsten Tag besser machen musste.IMG_4473
Ich konnte schon in den Trainingsläufen bessere Läufe zeigen. Nach der Qualifikation war ich auf dem guten vierten Rang platziert. Das Rennen verlief gut. Im Viertelfinale konnte ich mich an zweiter Stelle liegend für den Halbfinal qualifizieren. Dies gab mir den nötigen „Extraschub“, dass ich auch im Halbfinal gut aus dem Start raus kam und mich mit einem dritten Platz für meine erste Finalteilnahme aufdrängen konnte. Mein neuerlich bestes Weltcupresultat war mir schon auf sicher, doch ich wollte noch mehr. Ein erneut guter Start und ich war mittendrin, beziehungsweise ein bisschen hinter den Besten, denn am Schluss erreichte ich den guten vierten Rang. Super happy mit einem so guten Resultat und doch ein klein wenig traurig, konnte ich nicht schon meinen ersten Podestplatz feiern. Aber so ist es, das Leben als Spitzensportler, immer eine Gratwanderung.

Die Pause danach war kurz, denn schon am folgenden Wochenende war in la Molina, Spanien, das Weltcupfinale geplant. Die Schneebedingungen waren prekär und doch stand da ein guter Kurs. Das Training verlief ohne grosse Zwischenfälle ziemlich gut. In der Qualifaktion war dann ein gewisses an Wind vorhanden, wobei ich meine eher langsame Qualifikationszeit nicht dem Wind zuschreiben konnte. Die Quali schaffte ich als 10. wobei die Heats nur zu viert ausgetragen wurden. Am Renntag war dann ganz schlecht Wetter, Regen und starke Schneefälle wechselten sich ab, was dazu führte, dass man weder gross was sah, noch die nötige Geschwindigkeit hatte um die Elemente zu passieren. Bei einer sehr knappen Zieleinfahrt gelang mir erneut der Vorstoss in den Halbfinal. Mit einem siebten Rang musste ich mich schlussendlich vor allem gegenüber den schwierigen Bedingungen geschlagen geben. Ein sechster Rang im Gesamtweltcup übertrifft aber bei weitem meine Erwartungen für diesen Winter.IMG_4572
Wie gesagt befinde ich mich schon längers wieder im Aufbautraining für die nächste Saison. Ich habe ein paar Änderungen in meiner Trainingsplanung vorgenommen, aber von denen erzähl ich euch im nächsten Beitrag.  Die nächste Saison verspricht glücklicherweise ein paar Wettkämpfe mehr. Also werde ich noch härter an mir arbeiten, damit ich möglichst meine guten Resultate von diesem Winter werde bestätigen können…

Bis bald und geniesst den wunderbaren Sommeranfang

Sandra

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