Australien 2016

Die langherbeigesehnte wunderbare Wettkampfluft, welche ich so sehr vermisst habe, ist unvergleichbar mit allen anderen Erlebnisse der letzten Monate und doch bittersüss im Abgang…

Vier Wochen verbrachte ich in Australien. Habe zum ersten Mal ein frei herumhüpfendes Känguru gesehen und es gefüttert, Pinguine beobachtet wie sie zu hunderten beim Eindunkeln an Land watscheln, viele gute Kaffees getrunken und x-mal nachfragen müssen, von was gerade die Rede ist, da die australische Sprache nicht wirklich mit Englisch gleichzusetzen ist. Aber dies sind für mich eher die unspektakulären Nebeneffekte meiner Reise nach Down Under.

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Mein amerikanisches Privatteam, mit welchem ich in Australien unterwegs war, hat mich in einem Zustand voller Vorfreude in Melbourne am Flughafen aufgepickt. Die Vorfreude auf gute Tage auf dem Schnee, anstrengende Trainings, den Adrenalinkick beim erstmaligen Kicker springen und insbesondere das Boardercross fahren. Wie habe ich doch die Herausforderung vermisst, einen Boardercross möglichst schnell absolvieren zu können. Wie haben mir die Auseinandersetzungen mit mir selbst gefehlt, wenn ich oben am Start stehend, realisiere, dass ich gar nicht sicher bin, ob das wirklich alles so funktioniert wie ich es gern hätte. Und besser hätte meine Vorfreude nicht umgesetzt werden können.

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Es funktioniert alles ziemlich gut und ich bin sehr happy wieder zurück auf dem Snowboard zu sein. Meine ersten beiden Rennen reflektieren ziemlich genau wo ich stehe. Zufrieden oder nicht, erreichte ich einen vierten und einen zweiten Schlussrang in den zwei Rennen die durchgeführt wurden. Die Resultate waren aber für einmal nicht das was zählte bei diesen Wettkämpfen, sondern das einzige wichtige ist mein Gefühl auf dem Snowboard, mein Gefühl zurück im Wettkampf. Und ich kann getrost sagen; I’M BACK!

Auch wenn der Weg noch lang sein wird und weiterhin mit vielen kleineren und grösseren Hindernissen versehen sein wird, gelang es mir in Australien Vertrauen aufzubauen, in mein „neues“ Fussgelenk, in meine Snowboardskills und in meine neu gewonnene mentale Stärke…

Pünktlich aufs Eidgenössische Schwing- und Älplerfest bin ich letzte Woche wieder zu Hause angekommen. Winter zu Sommer in 24 Stunden. Jetzt hoffe ich nur noch, dass auch mein Boardbag, welcher ziemlich sicher in Bangkok liegengeblieben ist, den Weg zurück zu mir findet. Nun warten drei Monate auf den einheimischen und österreichischen Gletschern, bevor ich endlich wieder an einem Weltcup teilnehmen werde. Die Vorfreude ist schon jetzt unbeschreiblich gross…

Bis bald, eure Sandra       image

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